Schefela

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Schefela bzw. Schephela bezeichnet das Hügelland, das zwischen dem Bergland Judäas und der Mittelmeer-Küstenebene liegt. Gemeint ist die Küstenebene, die der Wohnort der Philister war. Das hebräische Wort bezeichnet einen tieferliegenden Landstrich (aus Jerusalemer Perspektive) bzw. eine Ebene.

Die Schefela ist ca. 43 km lang und ca. 16 km breit und hügelig. Die höchste Erhebung ist ca 350 m hoch. Der harte Kalkboden macht sie unbrauchbar für einen systematischen, landwirtschaftlichen Anbau. Zur Zeit der Heiligen Schrift war sie mit Sträuchern bzw. Maulbeerfeigenbäumen bewachsen (2 Chr 1,15 LUT). Allerdings war auf den Teilen, die aus Schwemmland bestanden, landwirtschaftlicher Anbau (Wein, Getreide) möglich (2 Chr 26,10 LUT). Bekannt aus den biblischen Berichten ist das Tal Ajalon (Jos 10,12 LUT). Flavius Josephus beschreibt dies in seinem Werk "Der Jüdische Krieg" 10,1-15. Die Schefela war Ort kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen den Israeliten und den Philistern. In der Schefela gelegene Orte sind z. B. Ajalon, Aseka, Bat Jam, Cholon, Gibeon, Jarmut, Javne, Kefira, Kirjat-Jearim, Lachisch, Libna, Nes Ziona, Netzer Sereni, Rischon LeZion und Rechovot. Die deutsche Schlachter-Bibel schreibt an 19 Stellen direkt Schephela.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schefela – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien