Scheffelsaat

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Scheffelsaat, im Unterschied zum Volumenmaß Scheffel, ist ein altes Flächenmaß unterschiedlicher Größe. In Lippe entsprach ein Scheffelsaat der Fläche von 1717 Quadratmeter oder ⅓ Morgen, in Sachsen hingegen war ein Saatscheffel im Jahr 1781 2767 Quadratmeter groß. In Hamburg wurde der Scheffel Landes mit 4204,7 m² gerechnet.[1] Das ist jeweils etwa die Fläche, die mit einem Scheffel Getreidesaat eingesät werden konnte. Die Unterschiede in den Größen ergeben sich zum Teil aus der regional unterschiedlichen Größe des Volumenmaßes und zum anderen Teil daraus, dass die Böden unterschiedlich ertragreich waren.

Anmerkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Sachsen gab es zwei weitere Scheffel-Flächenmaße: Landscheffel = 27,7 m², Straßenscheffel = 39,4 m².

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Brandt: Urkundliches über Maß und Gewicht in Sachsen, Dresden 1933
  • Fritz Verdenhalven: Alte Meß- und Währungssysteme aus dem deutschen Sprachgebiet. Neustadt an der Aisch 1993

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Dreckmann, Henny Wiepking, Werner Lüdemann: Barmbek. Vom Dorf zur Großstadt. Ein Heimatbuch, Dammtor Verlag, Hamburg 1965, Seite 41.