Scheinmyrte
| Scheinmyrte | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Scheinmyrte (Anamirta cocculus), Illustration aus Koehler 1887 |
||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
|
||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Anamirta | ||||||||||||
| Colebr. | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Anamirta cocculus | ||||||||||||
| (L.) Wight & Arn. |
Die Scheinmyrte (Anamirta cocculus, Syn.: Anamirta paniculata Colebr., Menispermum cocculus L.), auch Indische Scheinmyrte, Kokkelskörnerstrauch und Kokkelspflanze genannt, ist die einzige Pflanzenart der Gattung Anamirta in der Familie der Mondsamengewächse (Menispermaceae).
Inhaltsverzeichnis
Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Scheinmyrte ist eine Liane. Die Laubblätter sind kahl und herzförmig. Sie hat große, hängende rispige Blütenstände. Blütenkelchblätter sind neun bis zwölf vorhanden, aber keine Blütenkronblätter. Die Zahl der Staubblätter ist größer als zehn. Es sind drei Fruchtblätter vorhanden.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.[1]
Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Scheinmyrte ist in Südasien und Südostasien beheimatet, in Indien, Sri Lanka, Thailand, Indonesien, Papua-Neuguinea und auf den Philippinen.
Inhaltsstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Stamm und die Wurzeln der psychoaktiven Pflanze enthalten Alkaloide, wie Berberine, Palmatine, Magnoflorine und Colunibamine. Die Samen dieser Art enthalten das Gift Pikrotoxin. Pikrotoxin wird in der Pharmazie verwendet.
Die zerstoßenen Früchte dieser Pflanzenart wurden früher im Fischfang verwendet (daher der englische Name der Art „Fish Berries“).
Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Scheinmyrte bei der Uni Tübingen.
- [1] Pharmazeutische Wirkung der Scheinmyrte. (Link nicht mehr abrufbar)
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Anamirta cocculus bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis