Schellbruch

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Naturschutzgebiet Schellbruch
Blick über die sogenannte Große Lagune des Schellbruch. Vorn Graugänse und Kormorane, im Hintergrund auf der Trave seewärts fahrendes Schiff.

Blick über die sogenannte Große Lagune des Schellbruch. Vorn Graugänse und Kormorane, im Hintergrund auf der Trave seewärts fahrendes Schiff.

Lage Nordwestlich der Altstadt Lübecks im Stadtteil Karlshof
Fläche 146 ha
Kennung NSG Nr. 112
Geographische Lage 53° 54′ N, 10° 43′ OKoordinaten: 53° 54′ 19″ N, 10° 42′ 56″ O
Schellbruch (Schleswig-Holstein)
Schellbruch
Einrichtungsdatum 1981
Verwaltung LLUR
f6

Der Schellbruch ist ein bedeutendes Naturschutzgebiet in Lübeck am Lauf der unteren Trave bei Gothmund. In § 2 der Naturschutzverordnung heißt es: „Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung einer Landschaft, die durch Brackwasserlagunen, Süßgewässer und durch diese beeinflusste Wiesen und Brüche mit einer zahl- und artenreichen, teilweise seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenwelt geprägt ist.“

Es besteht aus der Großen Lagune und der Gothmunder Lagune, die durch den Treidelstieg entlang der Trave von dieser getrennt sind. Über Auslässe besteht jedoch ein Austausch mit dem Brackwasserbereich der Trave. In die Große Lagune mündet aus Lübecks Stadtforst Lauerholz kommend die Medebek. Der Schellbruch ist neben dem Dassower See das bedeutendste Vogelschutzgebiet in Lübeck.

Der Schellbruch steht seit 1983 unter Schutz. In den 1970er Jahren sollte das etwa 30 Hektar große Gelände aufgespült werden, um zusätzliche Flächen für den Betrieb des Lübecker Hafens zu gewinnen. Dagegen wandten sich Lübecker Bürger, die vom damaligen Bürgermeister Robert Knüppel unterstützt wurden.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Torsten Teichmann: Paradies aus Wald, Wiesen und Wasser. In: Lübecker Nachrichten, 9. Mai 2015, S. 15