Schenefeld (Kreis Pinneberg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schenefeld
Schenefeld (Kreis Pinneberg)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schenefeld hervorgehoben
53.6027777777789.823333333333321Koordinaten: 53° 36′ N, 9° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Pinneberg
Höhe: 21 m ü. NHN
Fläche: 9,99 km²
Einwohner: 18.672 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1869 Einwohner je km²
Postleitzahl: 22869
Vorwahl: 040
Kfz-Kennzeichen: PI
Gemeindeschlüssel: 01 0 56 044
Adresse der
Stadtverwaltung:
Holstenplatz 3–5
22869 Schenefeld
Webpräsenz: www.stadt-schenefeld.de
Bürgermeisterin: Christiane Küchenhof (SPD)
Lage der Stadt Schenefeld im Kreis Pinneberg
Appen Barmstedt Bevern Bilsen Bokel Bokholt-Hanredder Bönningstedt Borstel-Hohenraden Brande-Hörnerkirchen Bullenkuhlen Ellerbek Ellerhoop Elmshorn Groß Nordende Groß Offenseth-Aspern Halstenbek Haselau Hasloh Heede Heidgraben Heist Helgoland Hemdingen Hetlingen Holm Klein Nordende Klein Offenseth-Sparrieshoop Kölln-Reisiek Kummerfeld Langeln Lutzhorn Moorrege Neuendeich Osterhorn Pinneberg Prisdorf Quickborn Raa-Besenbek Rellingen Schenefeld Seester Seestermühe Seeth-Ekholt Tangstedt Tornesch Uetersen Wedel Westerhorn Haseldorf Schleswig-Holstein Hamburg Niedersachsen Kreis Segeberg Kreis Steinburg ElbeKarte
Über dieses Bild

Schenefeld (niederdeutsch: Scheenfeld) ist eine Stadt im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein und ein Teil der Agglomeration Hamburg.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten]

Die Hamburger Vorstadt Schenefeld im Kreis Pinneberg grenzt selbst im Süden, Südwesten und Südosten an die Freie und Hansestadt Hamburg, genauer an die Stadtteile Osdorf, Iserbrook und Lurup; im Nordwesten an die Stadt Pinneberg und im Norden und Nordosten an die Gemeinde Halstenbek.

Der Fluss Düpenau fließt quer durch die Stadt und ist symbolisch auf dem Schenefelder Stadtwappen eingezeichnet.

Obwohl Schenefeld zu Schleswig-Holstein gehört, gab und gibt es wegen der geographischen Nähe infrastrukturelle Anbindungen an Hamburg. Bis zum 1. Juli 1993 gab es eine gemeinsame Postleitzahl (2000), die Zugehörigkeit zum telefonischen Ortsnetz Hamburgs besteht bis heute. Häufig wird Schenefeld für einen Stadtteil Hamburgs gehalten.

Geschichte[Bearbeiten]

Das heutige Stadtgebiet liegt in einem uralten Siedlungsraum. Der Schenefelder Heimatforscher Martin Mulsow berichtet in seiner Abhandlung über die frühzeitliche Entwicklung von Schenefeld von Funden wie Pfeilspitzen, Schabern und Äxten, Resten von Hünengräbern und Urnengrabfunden, die eine Besiedlung schon in der Steinzeit nachweisen. Schenefeld gehört mit großer Wahrscheinlichkeit in den Kranz der ganz alten Orte im heutigen Kreis Pinneberg.

Der Ort wird zuerst von Adam von Bremen in seiner um 1075 verfassten Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum (II,15: Scanafeld) genannt.[2] Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert aus dem Jahr 1256. Darin überweist der Dekan der Hamburger Kirche seine Besitzungen in Schenefeld und Sülldorf einem Priester zur Nutzung.

Die Einrichtung des Kirchspiels Nienstedten, zu dem auch Schenefeld gehörte, muss im 12. Jahrhundert erfolgt sein, obwohl die gegenwärtig erste bekannte Nennung Nienstedtens erst von 1297 stammt. Dieses Kirchspiel gehörte zur Grafschaft Holstein-Pinneberg - genauer zur Kirchspielvogtei Hatzburg - und war damit Teil der Schauenburger Lande, wodurch die Reformation im Gegensatz zum übrigen Schleswig-Holstein und Hamburg offiziell erst 1561 eingeführt wurde. Im Pinneberger-Hatzburger Einnahme- und Ausgaberegister von 1464/1465 wird mit Haye Hardenbach der erste Bewohner Schenefelds namentlich erwähnt. Nachdem Graf Otto V von Holstein-Pinneberg 1640 kinderlos gestorben war, wurden seine Besitzungen aufgeteilt und die Grafschaft Holstein-Pinneberg dem Herzogtum Holstein angegliedert. Da der dänische König seit 1474 in Personalunion Herzog von Holstein geworden war, gelangte Schenefeld unmittelbar unter die Verwaltung der dänischen Krone, blieb aber als Bestandteil des Herzogtum Holsteins Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und ab 1815 des Deutschen Bundes. Die so 1640 entstandene Herrschaft Pinneberg ging 1867 im preußischen Kreis Pinneberg auf.

Über die genaue Einwohnerzahl lassen sich bis zur ersten Volkszählung im Jahre 1803, die eine Bewohnerzahl von 391 ergab, keine verlässlichen Aussagen treffen.

Durch die preußische Kreisordnung von 1888 bildete Schenefeld zusammen mit Sülldorf den Amtsbezirk Schenefeld, seit 1897 auch mit Rissen, der zum 1. April 1924 wieder aufgelöst wurde.

Die Entwicklung nach dem Ersten Weltkrieg prägte das heutige Stadtbild entscheidend. Bis dahin erstreckte sich das Hauptsiedlungsgebiet an der Straße von Hamburg nach Pinneberg, der heutigen Hauptstraße. Ehemalige Pulverschuppen einer Munitionsfabrik, die während des Ersten Weltkrieges angelegt wurde, sind nach 1918 zu Wohnhäusern umgebaut worden. Dies war die Keimzelle des Ortsteiles Schenefeld-Siedlung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung durch die Ansiedlung ausgebombter Hamburger und Heimatvertriebener stetig. Den größten Schub in der Entwicklung der Einwohnerzahl erlebte Schenefeld zwischen 1960 und 1970 durch Zuzug vieler Hamburger. In dieser Zeit verdoppelte sich die Bevölkerung knapp von 8.719 (1960) auf 15.161 (1970).

Am 1. Juli 1972 erfolgte die Verleihung der Stadtrechte.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1803 391
1840 434
1880 649
1900 909
1925 1.458
1939 3.009
1945 4.470
1950 5.876
1955 6.760
1960 8.719
1965 13.084
1970 15.161
1975 15.747
1980 15.780
1985 16.028
1987* 14.985
1990 15.210
1995 15.747
2000 17.684
2005 17.873
2007 18.444
2010 18.390
2011 18.707
2012** 18.421
2013 18.478
2014 18.949

(*) Korrektur durch die Volkszählung 1987
(**) Veränderung durch den Zensus 2011

Politik[Bearbeiten]

Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Schenefeld (Kreis Pinneberg)

Sitzverteilung in der Ratsversammlung
     
Von 29 Sitzen entfallen auf:

Ergebnis der Kommunalwahl vom 26. Mai 2013

Partei Stimmen Prozent Sitze
SPD 1.790 29,7 % 9
CDU 1.633 27,1 % 8
Bündnis 90/Die Grünen 1.344 22,3 % 6
Offensive für Schenefeld/OfS 587 9,7 % 3
Bürger für Bürger/BfB 377 6,3 % 2
FDP 298 4,9 % 1
Wahlbeteiligung: 39,7 %

Die SPD errang ein Überhangmandat, dadurch erhielt die CDU ein Ausgleichsmandat. Somit erhöhte sich die Zahl der Abgeordneten von der grundsätzlich vorgesehenen Anzahl 27 auf 29

Der FDP-Abgeordnete hat sich vor der konstituierenden Sitzung der Ratsversammlung der CDU-Fraktion angeschlossen. Damit erhöhte sich deren Anzahl an Ratsmitgliedern auf 9

Gemeindevorsteher und Bürgermeister[Bearbeiten]

Die Bezeichnungen der Verwaltungsleiter haben sich im Lauf der Zeit geändert. Bis 1870 Voigt, ab 1870 Gemeindevorsteher, vom 7. April 1933 bis 3. September 1934 Gemeindeschulze und seitdem Bürgermeister.

Die Gemeindevorsteher und Bürgermeister wurden bis 1950 aus den Reihen der Gemeindevertretung gewählt, leiteten deren Sitzungen und führten die Gemeindeverwaltung ehrenamtlich.

Zwischen 1946 und 1950 führte Karl Matthies als Gemeindedirektor die Verwaltung hauptamtlich.

Seit 1950 führt der Bürgermeister die Schenefelder Verwaltung hauptamtlich. Bis 1998 wurde der Bürgermeister von der Gemeindevertretung / Ratsversammlung gewählt, seitdem direkt von der Schenefelder Bevölkerung.

  • 1866–1876: Joachim Fuhlendorf
  • 1876–1888: Johann Hinrich Timm
  • 1888–1894: Hans Ellerbrock
  • 1894–1908: Johann(es) Timmermann
  • 1908–1917: Martin Wittmark
  • 1917–1925: Cord Ellerbrock
  • 1925–1933: Hinrich Karp
  • 1933–1945: Hermann Ramcke, NSDAP
  • 1945–1946: Paul Hertrich, SPD
  • 1946–1950: Albert Schröder, SPD
  • 1950–1962: Richard Döterling, SPD
  • 1962–1973: Karl-Heinz Thron, SPD
  • 1973–1979: Dr. Uwe Heering, FDP
  • 1979–1985: Albert Burs, SPD
  • 1985–1987: Frank Mudrack, CDU
  • 1988–1994: Albert Burs, SPD
  • 1994–2006: Günter von Appen, parteilos
  • seit 2006: Christiane Küchenhof, SPD

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün ein schräglinker goldener Wellenbalken, begleitet oben von zwei goldenen Pflugscharen, unten von einem goldenen Maschinenrad.“[4]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Schenefeld unterhält Städtepartnerschaften mit dem weißrussischen Luninez (seit 8. Oktober 2001) und mit dem französischen Voisins-le-Bretonneux[5] (seit 20. Mai 2006).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Schenefeld ist das "Forum Schenefeld" als Theaterspielstätte und Konzertsaal angesiedelt.[6] Dieses befindet sich im Gebäude des Gymnasiums im Schulzentrum Achter de Weiden.

Aus einem Kurs "Laienspiel" der Volkshochschule Schenefeld aus dem Programm von 1975 entstand das Theater Schenefeld e.V.. Grundsätzlich werden zwei Stücke im Jahr gespielt, zu Weihnachten ein Kinderstück und im Frühjahr ein Stück für Erwachsene, mitunter auch im Herbst ein weiteres Erwachsenenstück.
Seit 1984 führt die Theatergruppe ihr Frühjahrsstück als Gastspiel auf der Insel Helgoland auf.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Einkaufszentrum „Stadtzentrum Schenefeld“ mit der Spielbank

In Schenefeld sind mehrere große Unternehmen ansässig.

Seit dem März 1963 wird in Schenefeld Brot von der Harry-Brot GmbH gebacken, nachdem der Standort in Hamburg-Bahrenfeld aufgegeben wurde und der Hauptsitz nach Schenefeld verlegt wurde.

Am 1. Juni 1975 weihte die PVG Pinneberger Verkehrsgesellschaft nach einem Umzug aus Rellingen ihren neuen Betriebshof mit Verwaltungssitz am Osterbrooksweg 73 ein. Im Jahr 2000 schlossen sich die PVG und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (VHH) zu einem Gleichordnungskonzern mit einer gemeinsamen Geschäftsführung der beiden Verkehrsunternehmen zusammen bis diese Firma seit dem Dezember 2012 endgültig unter VHH firmiert. Von Schenefeld aus bedienen die Busse den Hamburger Westen und große Teile des Kreises Pinneberg.

Am 1. Juni 1967 siedelte die Theodor Friedrichs & Co. Meteorologische Geräte und Systeme GmbH aus Hamburg-Niendorf nach Schenefeld in die Borgfelde 6 über. Die Firma stellt Geräte zur Messung und Übertragung von Wetterdaten sowie Labore zur Kalibrierung von meteorologischen Sensoren her und exportiert ihre Produkte weltweit.

Mitte der 1930'ger Jahre siedelte sich der Maurer Adolf Sandhack mit seinem Betrieb in der Jahnstraße 65 an und begann 1957 mit der Fertigung von Betonwaren. Die ersten Jahre beschränkten sich auf den Handel mit eigens gefertigten Betonteilen und deren Einbau. Ende der 1960er - Anfang der 1970er Jahre wich die Fertigung immer mehr dem reinen Handelsgeschäft und am 1. März 1978 wurde ein neuer Baumarkt im Osterbrooksweg 50 eröffnet, da die Produktionsstätte inmitten eines Wohngebietes an seine Grenzen stieß. Heute wird das Familienunternehmen Bauzentrum Sandhack in dritter Generation geführt und beschäftigt 25 Mitarbeiter.

Die Firma SAFEX-CHEMIE GMBH® wurde 1973 als Dienstleister und Hersteller von chemischen und technischen Spezialeffekten für Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen von Günther Schaidt gegründet und befindet sich seitdem in seinem und dem Besitz seiner Ehefrau Renate Brühl-Schaidt.
1984 erhielt Günther Schaidt einen Oscar für Wissenschaft und Entwicklung (Academy Scientific & Engineering Award) von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences für die Entwicklung einer verbesserten, nicht-giftigen Flüssigkeit für die Erzeugung von Nebel und Rauch bei der Filmproduktion.

Daneben sind noch die Unternehmen Electraplan Solutions (Unterflur-Installationstechnik), INTERSCHALT maritime systems AG (elektrotechnische Gesamtsysteme für die maritime Wirtschaft), Hanseatischer Fine Food Service (ehemals Schloss Göhrde Tiefkühlprodukte) und Hermes Schleifmittel zu erwähnen.

Einen weiteren Aufschwung erhofft sich die Stadt durch den Bau des Röntgenlasers XFEL, den das Forschungszentrum DESY seit Januar 2009 errichtet. Dabei wird ein 3,4 Kilometer langer Tunnel von Hamburg-Bahrenfeld nach Schenefeld gebaut. Hier entsteht eine unterirdische Experimentierhalle, in der mit den Röntgenblitzen geforscht wird. Über der Halle werden Gebäude für Labore, Büros, Bibliothek und Hörsaal errichtet. Dazu kommen Versorgungsgebäude.[7]

Von regionaler Bedeutung ist auch das sogenannte "Stadtzentrum Schenefeld", ein Einkaufszentrum mit ca. 100 Geschäften und Restaurants. In ihm befindet sich auch eine der fünf Schleswig-Holsteiner Spielbanken, das Casino Schenefeld.

1975 fusionierten die Spar Zentralen Hamburg Süd und Hamburg Nord zur Pfeiffer & Schmidt OHG mit Sitz in Schenefeld und bildeten die Spar Zentrale Hamburg. In Schenefeld befand sich die Verwaltung und ein großes Zentrallager. Im September 2005 übernahm Edeka Spar. Am 31. März 2011 wurde der Standort durch Edeka aufgegeben.

Sport[Bearbeiten]

Die Spielvereinigung Blau-Weiß 96 Schenefeld ist ein Breitensportverein mit etwas über 3.000 Mitgliedern. Im Verein werden die Sportarten Aikidō, Badminton, Fitness, Floorball, aktive Gestaltung der Freizeit, Fußball, Handball, Judo, Ju-Jutsu, Leichtathletik, Schwimmen, Tanzen, Tischtennis, Turnen und Volleyball angeboten. Darüber hinaus gibt es Angebote für Aroha, Einradfahren, Linedance, Gymnastik, Yoga, Pilates, Nordic Walking, Trampolin, Qigong und Rehabilitationssport. Bei der Abnahme für das Deutsche Sportabzeichen liegt der Verein seit Jahren an der Spitze im Kreis Pinneberg.[8]

Der Schenefelder Tennisclub wurde 1971 gegründet und verfügt für seine knapp 450 Mitglieder auf seinem eigenen Vereinsgelände über 10 Außenplätze und eine Halle mit 3 Tennisplätzen.[9]

Für Reiter gibt es zwei große Reitvereine, den Reitverein Hof Eggerstedt e.V, für den auch die Springreiterin Janne Friederike Meyer reitet und den Elbdörfer- und Schenefelder Reiterverein, der neben Spring- und Dressur-Turnieren jahrelang ein internationales Vielseitigkeitsturnier veranstaltete. Diese Schenefelder Vielseitigkeit wurde seit 1971 insgesamt 40 Mal ausgetragen. 2006 bis 2010 und 2013 war Schenefeld Ausrichter der Deutschen Meisterschaft. Die sportliche Ausrichtung lag zuletzt auf einer Zwei-Sterne-CCI und einer Drei-Sterne-Kurzprüfung zur Heranführung von Nachwuchspferden und -reitern an schwerere Aufgaben.
1985 fand in Schenefeld die zweite Europameisterschaft im Voltigieren statt.

Ein weiterer Verein ist die Schießsportgemeinschaft Schenefeld von 1963 e. V. (SSGS 1963), die über ganzjährig nutzbare Schießstände für Luftdruck-, Kleinkaliber- sowie Großkaliberwaffen (Kurzlauf) verfügt. Mannschaften des Vereins nehmen auf regionaler Ebene erfolgreich an Ligawettkämpfen teil.

Die Versehrten Sport-Gemeinschaft (VSG) Schenefeld bietet seinen 38 Mitgliedern Endoprothesen-Sport, Gesundheitssport, Gymnastik bei Bewegungseinschränkungen, Rehabilitations- und Behindertensport, Schwimmen, Seniorensport und die Abnahme für das Sportabzeichen an.

In Schenefeld gibt es zwei Musikzüge.
Der damalige Grundschul – und Musiklehrer Hans Meißner gründete im Herbst 1954 ein „Trommler – und Pfeifferkorps“. In das Pinneberger Vereinsregister eingetragen wurde der Verein, nachdem er sich 1973 zu Ehren des Vereinsgründers in „Meißner–Spielmannszug“ umbenannt hatte. Am 15. September 2007 nahm der Verein in New York an der 50. Steubenparade teil.[10]
Anfang der 1970'ger Jahre trennte sich eine Gruppe von Musikern vom Meißner Spielmannszug und gründete den Schützenspielmannszug der SSG Schenefeld, mit reiner Spielmannszugbesetzung. Nach Auseinandersetzungen mit den Schützen trennten sich die Musiker 1987 erneut und wurden ein eigenständiger Verein, der Spielmanns- und Fanfarenzug Schenefeld von 1987. Nach einer musikalischen Neuausrichtung wurde der Vereinsname zum 1. Januar 2010 in Musikzug Schenefeld von 1987 e.V. geändert.[11]

Der kleinste Schenefelder Verein ist der 1990 gegründete Squash-Club "Treffnix Schenefeld" mit 3 Mitgliedern.

Der 2012 gegründete Verein "SportWelt Schenefeld" bietet Rehabilitationstraining zur Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Judo und Tennis in speziellen Angeboten für Kinder und Jugendliche.

Schulen[Bearbeiten]

Von einer Schule in Schenefeld ist erstmals 1686 schriftlich überliefert worden. Im Jahr 1855 besuchten 100 Kinder die Schule, die bis 1860 einklassig und danach zweiklassig wurde. Nachdem das alte Schulgebäude bei einem Brand 1884 zerstört worden war, beschloss die Gemeinde ein neues Schulgebäude zu errichten, welches 1885 eingeweiht wurde. Sie war eine Volksschule für alle Kinder, bis 1965 die Realschule im Aufbau ebenfalls in den Räumlichkeiten untergebracht wurde.

Die Gorch-Fock-Schule in der Siedlung wurde am 14. April 1953 eingeweiht. Sie war bis 1970 eine kombinierte Grund- und Hauptschule und ist seitdem eine reine Grundschule.

Im Jahr 1970 wurde ein großer Neubau mit angegliederter Turn- und Gymnastikhalle als Schul- und Sportzentrums zwischen Dorf und Siedlung in der Straße Achter de Weiden fertiggestellt und in Betrieb genommen. Sowohl die Hauptschule als auch die Realschule zogen in diese Räumlichkeiten ein. Zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 fusionierten diese beiden Schulen zur Gemeinschaftsschule Achter de Weiden.

Das Gymnasium Schenefeld begann 1970 als Zweigstelle des Theodor-Heuss-Gymnasiums Pinneberg seinen Betrieb. In den ersten beiden Jahren wurden die Schüler in Räumen der neuen Realschule unterrichtet, bis 1972 ein eigenes Gebäude im Schulzentrum Achter de Weiden errichtet wurde, danach wurde aus der Zweigstelle ein eigenständiges Gymnasium.

Sieben Kindertagesstätten und eine kindergartenähnliche Einrichtung bereiten die Kinder für die Schule vor.

Neben den staatlichen Schulen existiert seit Sommer 1952 in Schenefeld das Kinder- und Jugendheim Friedrichshulde, inzwischen umbenannt in „Heilpädagogisches Förderzentrum Friedrichshulde“. Neben dem Wohnbereich gibt es eine staatlich genehmigte Förderschule in freier Trägerschaft von der 1. bis zur 12. Klasse.

Zum 1. Januar 1966 wurde eine Sonderschule in Schenefeld gegründet, welche die zu diesem Zeitpunkt drei Sonderschul- und zwei Heimklassen übernahm. 1977 erhielt sie den Namen Heinrich-Kielhorn-Schule. Zu Beginn des Schuljahres 1987/88 gab es nur noch 10 Schüler, die in einer einzigen Klasse unterrichtet wurden. Im Juni 1988 stellte die Schule ihren Betrieb endgültig ein.

Die Schülerschule wurde 1983 in Schenefeld gegründet, von einer Initiative aus Eltern und Lehrern, die Kinder mit und ohne Behinderung in einer integrativen Schule, individuell nach ihren Begabungen fördern wollten. Die Schule erhielt im August 1985 die Unterrichtsgenehmigung und startete mit einer 1. und einer 5. Klasse in den Räumen der heutigen Volkshochschule Schenefeld an der Blankeneser Chaussee. 1990 zogen die höheren Klassen in Pavillons nach Pinneberg-Waldenau. Seit 1995 ist die Schülerschule staatlich anerkannte Ersatzschule. 2006 zog die Schule komplett nach Pinneberg um.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Schenefeld geboren, aufgewachsen oder tätig sind bzw. waren

Kirchengemeinden[Bearbeiten]

Die Schenefelder gehörten jahrhundertelang zum Kirchspiel Nienstedten bis sie der 1896 eingeweihten Blankeneser Kirche zugeteilt wurden. Diese Gemeinde wurde zum 1. April 1902 förmlich selbstständig und 1934 eine Pfarrstelle mit ausschließlicher Zuständigkeit für Schenefeld eingerichtet, die 1953 zur ersten Schenefelder Pfarrstelle wurde.

Mit der Einweihung der Stephanskirche am 17. Mai 1953 konnte die Selbstständigkeit des Schenefelder Pfarrbezirks begangen werden. 1960 wurde Schenefeld aufgrund des starken Bevölkerungswachstums in zwei Bezirke aufgeteilt. Durch die Einweihung der Paulskirche am 1. Juli 1962 wurde dies endgültig manifestiert.

Die ersten Mitglieder der Neuapostolischen Gemeinde kamen am 1. Januar 1900 nach Schenefeld. Von 1925 bis 1931 konnten sie in einem Wohnzimmer zweimal wöchentlich ihren Gottesdienst abhalten und weitere Mitglieder hinzugewinnen. Die förmliche Einrichtung der Gemeinde erfolgte am 2. Oktober 1949 und am 6. August 1950 konnte eine eigene Kirche einweiht werden.

Die Josua-Gemeinde (evangelisch-freikirchlich/Baptisten) wurde 1994 als Hauskreis der Josua Gemeinde in Hamburg-Ottensen gegründet und ist seit 2004 eine eigenständige Gemeinde im Bund der Baptisten.

Eine weitere Freikirche in Schenefeld ist die Anskar-West-Kirche (evangelisch-freikirchlich/evangelikal-charismatisch),

Für die römisch-katholische Bevölkerung ist die St.-Bruder-Konrad-Gemeinde in Hamburg-Osdorf zuständig.

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Schenefeld besteht seit 1888. 1965 wurde zur Nachwuchsförderung eine Jugendfeuerwehr gebildet. Im Jahr 2000 wurde erstmals eine Frau aus dem eigenen Nachwuchs in die aktive Feuerwehr übernommen. [12] Im Jahr 2009 waren in der aktiven Feuerwehr: 6 Kameradinnen und 66 Kameraden, in der Reserve 2, in der Ehrenabteilung (ab 65 Jahre) 13; sowie 30 Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren in der Jugendfeuerwehr.[13]

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten]

Es gibt zahlreiche Gruppen und Menschen, die sich, teils ehrenamtlich, in Schenefeld einsetzen. Als weitere Organisationen seien genannt:

Literatur[Bearbeiten]

  • Dr. Ingo Puder: Chronik Schenefeld. anlässlich des 25. Stadtjubiläums veröffentlicht, Herausgeber: Stadt Schenefeld, 1997.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://hbar.phys.msu.su/gorm/chrons/bremen.htm.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 183.
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  5. Voisins-le-Bretonneux in der französischen Wikipedia
  6. Forum Schenefeld
  7. XFEL-Homepage
  8. Internetpräsenz des Sportvereins Blau-Weiß 96 Schenefeld
  9. Internetpräsenz des Schenefelder Tennisclubs
  10. Internetpräsenz des Meißner-Spielmannzugs
  11. Internetpräsenz des Musikzug Schenefeld von 1987
  12. Historie auf der Internetpräsenz der Freiwilligen Feuerwehr Schenefeld
  13. Internetpräsenz der Freiwillige Feuerwehr Schenefeld.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schenefeld (Kreis Pinneberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien