Scheschart

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Siedlung städtischen Typs
Scheschart
Жешарт (russisch)
Зӧвсьӧрт (Komi)
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Republik Komi
Rajon Ust-Wymski
Bürgermeister Juri Strauch
Erste Erwähnung 1586
Siedlung städtischen Typs seit 1940
Bevölkerung 8561 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 100 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 82134
Postleitzahl 169044, 169045
Kfz-Kennzeichen 11, 111
OKATO 87 244 555
Geographische Lage
Koordinaten 62° 4′ N, 49° 33′ OKoordinaten: 62° 4′ 0″ N, 49° 33′ 0″ O
Scheschart (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Scheschart (Republik Komi)
Red pog.svg
Lage in der Republik Komi‎

Scheschart (russisch Жешарт, Komi Зӧвсьӧрт, wiss. Transliteration Zövsërt) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Republik Komi im Norden des europäischen Russlands am Fluss Wytschegda. Sie hat 8561 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).[1] Scheschart besitzt eine große holzverarbeitende Fabrik, die der Hauptarbeitgeber im Ort ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boote an der Wytschegda
Verwaltungsgebäude in Scheschart

Bis in die 1930er Jahre befand sich am Ort der heutigen Siedlung Scheschart lediglich ein Dorf gleichen Namens. 1940 wurde begonnen, in der Siedlung, die in einer waldreichen Gegend liegt, ein Sägewerk zu errichten. Nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion beschloss man jedoch, stattdessen eine Fabrik für Sperrholzplatten zu bauen, da diese für den Flugzeugbau benötigt wurden. Fertiggestellt wurde das Werk allerdings erst nach dem Krieg, im Sommer 1946. In den nächsten Jahrzehnten wurde das Werk nach und nach vergrößert, so dass die Fabrik in den siebziger Jahren den Rang eines Kombinates erhielt.

Parallel mit dem Wachstum des Werkes vergrößerte sich auch die Stadt. Es entstanden neue Wohnsiedlungen, Kindergärten, ein Kino und ein Kulturzentrum.[2] Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde das Sperrholzkombinat Scheschart privatisiert und gehört heute zu dem russischen Unternehmen United Panel Group.[3]

Die Siedlung hat zwei allgemeinbildende Schulen und zwei Kindergärten.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1970 8.668
1979 11.079
1989 12.674
2002 10.029
2010 8.561

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Stal sud'boju Žešart, Krasnoje snamja Syktyvkar, Nr. 138, 28. Juli 1999.
  3. Kirovskije berezy pojdut na faneru, Kommersant Nižnij Novgorod, Nr. 19, 8. Februar 2007 (Memento des Originals vom 30. Juni 2012 im Webarchiv archive.today) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kommersant.ru

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Scheschart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien