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Scheschonq II.

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Namen von Scheschonq II.

Die Goldmaske Scheschonqs II.
(Ägyptisches Museum Kairo, Inventar-Nr. JE 72163)
Thronname
M23
X1
L2
X1
N5S38L1N5
U21
N35
Heqa-cheper-Re-setep-en-Re
Ḥq3-ḫpr-Rˁ-stp.n-Rˁ
Mit fürstlicher (strahlender) Gestalt, Erwählter des Re
Eigenname
M17Y5
N35
N36
M8
M8
Scheschonqmeriamun /
Scheschonq-meri-Amun
Šš(nq)-mrj-Jmn
Scheschonq, geliebt von Amun

Scheschonq II. war Hohepriester des Amun in Theben und wohl kurzzeitig Mitregent seines Vaters Osorkon I. Seine Brüder waren Takelot I. und die Hohepriester Iuwelot und Smendes III. Er war unter anderem mit Nestanebtaschru verheiratet und hatte mit ihr den Sohn Harsiese, später Hohepriester des Amun von Theben und Gegenkönig. Die Mutter des Scheschonq II. hieß Maatkare, die Tochter Psusennes II.

Scheschonq II. wird 924 v. Chr. von seinem Vater als Nachfolger dessen verstorbenen Halbbruders Iupet zum Hohepriester des Amun in Theben erhoben. Auf einer von vier Statuen in Karnak schreibt er seinen Namen in eine Kartusche, womit er seinen Herrschaftsanspruch anmeldet. Er bezeichnet sich als „Herr des Südens und des Nordens“, „der Anführer der großen Armee von ganz Ägypten“. Scheschonq II. trägt den Thronnamen: Mit „fürstlicher Gestalt, Erwählter des Re“ und verstirbt plötzlich. Damit geht die Herrschaft auf seinen eigenen Halbbruder Iuwelot über.

Pektoral Scheschonqs II., gefunden auf der Mumie des Pharaos, Ägyptisches Museum Kairo, Inventar-Nr. JE 72170

Bestattet wird Scheschonq II. in der Vorkammer des Grabes von Psusennes I. in Tanis. Die reiche Grabausstattung enthielt eine Goldmaske, einen falkenköpfigen Silbersarg, Pektorale, silberne Eingeweidesärge, Kanopen und Amulette.[1]

Scheschonq II: Name für mehr als einen Pharao?

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Auf der internationalen Konferenz The Libyan Period in Egypt: Historical and chronological problems of the The Third Intermediate Period der Abteilung für Ägyptologie der Universität Leiden im Oktober 2007 wurde festgestellt und in einer Resolution bekräftigt, dass der Name Scheschonq II. für mindestens drei verschiedene Pharaonen verwendet wird. Es handelt sich um:[2]

  • Heqa-cheper-Re Shoshenq (Scheschonq II a)
  • Tut-cheper-Re Shoshenq (Scheschonq II b)
  • Maa-cheper-Re Shoshenq (Scheschonq II c)
  • Jürgen von Beckerath: Handbuch der ägyptischen Königsnamen. 2. verbesserte und erweiterte Auflage (= Münchner Ägyptologische Studien. Band 49). von Zabern, Mainz 1999, ISBN 3-8053-2591-6, S. 186–187.
  • Jürgen von Beckerath: Chronologie des pharaonischen Ägypten. (= Münchner Ägyptologische Studien. Band 46). von Zabern, Mainz 1997, ISBN 3-8053-2310-7, S. 94–99 (Die Libyerzeit).
  • Gerard P. F. Broekman, Robert J. Demarée, Olaf E. Kaper: The Numbering of the Kings called Shoshenq. In: Göttinger Miszellen. (GM) Heft 216, 2008, S. 9–10.
  • Norbert Dautzenberg: Bemerkungen zu Schoschenq II., Takeloth II. und Pedubastis II. In: Göttinger Miszellen. (GM) Heft 144, 1995, S. 21–29.
  • Karl Jansen-Winkeln: The Chronology of the Third Intermediate Period: Dyns 22–24. In: Erik Hornung, Rolf Krauss, David A. Warburton (Hrsg.): Ancient Egyptian Chronology (= Handbook of Oriental studies. Section One. The Near and Middle East. Band 83). Brill, Leiden / Boston 2006, ISBN 978-90-04-11385-5, S. 234–264 (online).
  • Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Artemis & Winkler, Zürich 1994, ISBN 3-7608-1102-7, S. 250–251.
  • Ian Shaw, Paul Nicholson (Hrsg.): Reclams Lexikon des alten Ägypten. Reclam, Stuttgart 1998, ISBN 3-15-010444-0.
Commons: Scheschonq II. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Zürich 1994, S. 251.
  2. Gerard P. F. Broekman, Robert J. Demarée, Olaf E. Kaper: The Numbering of the Kings called Shoshenq. In: Göttinger Miszellen. Heft 216, 2008, S. 10; O. E. Kaper: The Libyan Period in Egypt. In: Egyptian Archaeology. (EA) Heft 32, 2008, S. 38–39 (online).
VorgängerAmtNachfolger
Takelot I.Pharao von Ägypten
22. Dynastie
Osorkon II.