Scheuring

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Scheuring
Scheuring
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Scheuring hervorgehoben

Koordinaten: 48° 10′ N, 10° 54′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am Lech
Verwaltungs­gemeinschaft: Prittriching
Höhe: 564 m ü. NHN
Fläche: 21,27 km2
Einwohner: 1971 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86937
Vorwahl: 08195
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 138
Gemeindegliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 1
86937 Scheuring
Website: www.gemeinde-scheuring.de
Bürgermeister: Manfred Menhard
Lage der Gemeinde Scheuring im Landkreis Landsberg am Lech
AmmerseeLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis OstallgäuLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis StarnbergLandkreis FürstenfeldbruckWindachWeil (Oberbayern)Utting am AmmerseeUnterdießenThainingPürgenSchwiftingSchondorf am AmmerseeScheuringRott (Landkreis Landsberg am Lech)ReichlingPrittrichingVilgertshofenPenzing (Bayern)ObermeitingenLandsberg am LechKinsauKauferingIglingHurlachHofstetten (Oberbayern)GreifenbergGeltendorfFuchstalFinningEresingEgling an der PaarEching am AmmerseeDießen am AmmerseeDenklingenApfeldorfKarte
Über dieses Bild

Scheuring ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Prittriching.

Scheuring von Osten

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheuring liegt in der Planungsregion München. Es existiert nur die Gemarkung Scheuring. Westlich des Dorfes fließt der Lech.

Der niedrigste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 536 m am Lech, der Höchste mit 615 m im Westerholz.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat vier amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheuring gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Landsberg des Kurfürstentums Bayern. Die Gemeinde Scheuring wird urkundlich unter Herzog Heinrich IX. unter dem Namen Sciringen (Schyringen) erstmals 1130 erwähnt.

Eine frühere Besiedlung kann jedoch angenommen werden. Die vielen Grabhügel im Westerholz südwestlich des Dorfes besagen, dass in der Hallstattzeit (750 bis 450 v. Chr.) das Land stark besiedelt war. Funde von 1904 brachten Tonschüsseln, Waffen und Pferdegeschirr aus dieser Zeit zutage. Sie sind als Bodendenkmal mit der Aktennummer D-1-7831-0025 eingetragen und werden als „Grabhügel mit Bestattungen der Hallstattzeit“ beschrieben.

Unter Ludwig dem Frommen gelangte das Gebiet um Scheuring in den Besitz der Welfen. 1169 wechselte der Besitz an die Hohenstaufen. 1386 stand das Gebiet im Eigenbesitz der bayerischen Herzöge Stephan und Johann, die 1387 den Zehnten an das Kloster Schäftlarn verschenkten. Ab 1443 besetzte das Kloster die Pfarrei mit ihren Religiösen, darunter einige bedeutende Äbte des Klosters Schäftlarn.

Eine mannigfaltige Geschichte können auch die Ortsteile Haltenberg und Lichtenberg aufweisen, deren Geschlechter sich nach den Ortsteilen benannten und an deren Stelle früher eine Burg bzw. ein kurfürstliches Schloss stand.

Einwohnerentwicklung bis 1995
Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995
Einwohner[3] 670 567 658 717 703 1133 985 1115 1277 1428 1553
Einwohnerentwicklung ab 2001
Jahr 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Einwohner[3] 1749 1739 1766 1814 1815 1814 1811 1825 1850 1835 1859 1872 1907 1904 1934 1951 1953

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1302 auf 1971 um 669 Einwohner an bzw. um 51,4 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat
Jahr CSU Dorfgemeinschaft Freie Wähler gesamt Wahlbeteiligung
2014 7 5 12 58,7 %
2008 2 6 4 12 59,1 %
2002 2 6 4 12 78,3 %

Bürgermeister ist Manfred Menhard (Dorfgemeinschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Walter Scharf (Dorfgemeinschaft).

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2017 1931 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 592 T€.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Im Wolkenschnitt schräglinks geteilt von Grün und Gold; oben und unten je ein Kreuz in verwechselter Farbe.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gab es nach der amtlichen Statistik 223 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 813. Damit war die Zahl der Auspendler um 590 Personen höher als die der Einpendler. 25 Einwohner waren arbeitslos. Im Jahr 2016 bestanden 29 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 875 ha, davon waren 768 ha Ackerfläche und 106 ha Dauergrünland.[3]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 gab es in der Gemeinde eine Kindertagesstätte mit 90 Plätzen und 82 betreuten Kindern (davon elf unter drei Jahren) sowie eine Volksschule, in der 163 Schüler in acht Klassen von zwölf Lehrkräften unterrichtet werden.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Scheuring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Scheuring in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 7. September 2019.
  3. a b c d e Scheuring: Statistik kommunal 2018 (PDF; 1,7 MB), herausgegeben im Februar 2019