Schießplatz Hebertshausen

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Gedenktafeln für vier der vielen Opfer

Der Schießplatz Hebertshausen wurde 1937/38 als Teil des Konzentrationslagers Dachau erbaut. In den Jahren 1941 und 1942 wurden hier durch die SS mehr als 4000 sowjetische Kriegsgefangene ermordet. Es ist heute eine Gedenkstätte für NS-Opfer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schießplatz Hebertshausen mit insgesamt 85.000 m² wurde 1937/38 durch die SS errichtet. Er liegt auf dem Gemeindegebiet von Dachau, nicht von Hebertshausen. Ab Anfang September 1941 bis in das Folgejahr wurden dort als Folge des Kommissarbefehls ca. 4.000 sowjetische Kriegsgefangene[1] – hauptsächlich Offiziere, kommunistische Funktionäre und Juden – von der SS durch Hinrichtungs-Pelotone ermordet. Das Gelände wurde nach dem Krieg von den amerikanischen Truppen in Besitz genommen und weiter als Schießübungsplatz benutzt. In den fünfziger Jahren wurde das Gelände an den Freistaat Bayern übergeben und durch das Bayerische Finanzministerium verwaltet. Ab 1997 ist das Gelände in der Obhut der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Am 2. Mai 2014 eröffnete die KZ-Gedenkstätte Dachau den neugestalteten Gedenkort am ehemaligen „SS-Schießplatz Hebertshausen“. Neben der Gedenkinstallation befindet sich das ehemalige SS-Wachhaus, das heute von der Stadt Dachau zur Unterbringung von Obdachlosen genutzt wird.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Förderverein Dachau: „... über 4.000 gefangene Soldaten der sowjetischen Armee ...“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schießplatz Hebertshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 17′ 8,7″ N, 11° 27′ 44,8″ O