Schienenverkehr in Lesotho

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Bahnhof Maseru
Zug der Lesotho Flour Mills (1991)

Der Schienenverkehr in Lesotho ist durch eine geringe Streckenlänge charakterisiert. Das Königreich Lesotho im südlichen Afrika verfügt lediglich über eine 1,6 Kilometer lange Anbindung der Hauptstadt Maseru an das Streckennetz Südafrikas.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke Marseilles–Maseru wurde von den South African Railways als Zweigstrecke der Bahnstrecke BloemfonteinBethlehem errichtet und im Oktober 1905 eröffnet.[1] Wie der größte Teil des südafrikanischen Schienennetzes wurde sie in Kapspur erbaut. Bis etwa 1985 fand auf der Strecke Personenverkehr statt, im Regelfall mit Dampftraktion. Seither wird die Strecke nur im Güterverkehr genutzt. Sie dient der Anbindung einiger Industriebetriebe in Maseru wie den Lesotho Flour Mills, die über eine eigene Lokomotive verfügt. Der Betrieb wird von der südafrikanischen Gesellschaft Transnet Freight Rail durchgeführt.

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streckenerweiterungen wie eine durchgehende Verbindung von Maseru zum zweitwichtigsten Industriestandort des Landes, Maputsoe, wurden zwar diskutiert, kamen jedoch nie über dieses Stadium hinaus. Eine Verbindung wäre technisch aufwändig, da das Gelände aufgrund seiner Sandsteinformationen große Steigungen aufweist.

Eine Schienenanbindung Lesothos an die südafrikanischen Häfen Durban und Port Elizabeth ist im Planungsstadium.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Basutoland bei 1911encyclopedia.org (Memento vom 23. März 2012 im Internet Archive) (englisch)
  2. Ansprache Jeff Radebes 2007 (englisch), abgerufen am 4. August 2015