Schieritz (Diera-Zehren)

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Schieritz
Gemeinde Diera-Zehren
Koordinaten: 51° 11′ 47″ N, 13° 23′ 41″ O
Höhe: 109 m
Einwohner: 227 (9. Mai 2011)[1]
Eingemeindung: 1. November 1935
Eingemeindet nach: Zehren
Postleitzahl: 01665
Schieritz (Sachsen)
Schieritz

Lage von Schieritz in Sachsen

Schieritz ist ein Ortsteil der sächsischen Gemeinde Diera-Zehren im Landkreis Meißen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schieritz liegt links der Elbe an der Staatsstraße 32 direkt südwestlich von Zehren. Durch den Ort verläuft der Ketzerbach, der bei Zehren in die Elbe mündet.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obermuschütz Niedermuschütz Zehren
Piskowitz Nachbargemeinden Zadel
Priesa Seilitz Mischwitz

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht des Schlosses vom Ort aus
Ansicht vom Schlosshof aus
Nebengebäude des Schlosses
Schloss Schieritz. Wappen des Georg von Schleinitz und seiner zweiten Frau Martha von Starschedel

1360[2] wurde ein Herrensitz erwähnt, dessen Inhaber Ulrich von Gorenzk als dicti de Schyricz und seine Frau Agnes mit ihren fünf Söhnen war. Später entwickelte sich daraus ein Vorwerk und später ein Rittergut. Die Gutssiedlung auf Block- und Streifenflur Schieritz war 1696 zum Erbamt Meißen gehörig. Die Grundherrschaft übte 1551 das Rittergut Seerhausen aus, später wird das Schieritzer Rittergut als Grundherr erwähnt. Zwischen 1856 und 1875 gehörte das Dorf zum Gerichtsamt Meißen, danach zur gleichnamigen Amtshauptmannschaft. Im Jahr 1900 betrug die Größe der Gemarkung 174 Hektar. Der Ort war nach Zehren gepfarrt und gehörte wie heute noch zur dortigen Kirchgemeinde. Von 304 Einwohnern im Jahr 1925 waren 285 evangelisch-lutherisch, vier katholisch und 15 konfessionslos. Am 1. November 1935 wurde Schieritz nach Zehren eingemeindet.[3] Durch die Kreisreform 1952 wurde der Ort Teil des aus der Amtshauptmannschaft gebildeten Kreises Meißen, der sich in der Nachwendezeit mehrmals vergrößerte. Diera und Zehren schlossen sich zum 1. Januar 1999 zu Diera-Zehren zusammen, seitdem ist Schieritz ein Ortsteil dieser Gemeinde.[4]

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl[4]
1551 9 besessene Mann, 4 Inwohner
1764 8 Gärtner, 12 Häusler
1834 235
1871 256
1890 260
1910 280
1925 304
2011 227

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elbtal und Lößhügelland bei Meißen (= Werte unserer Heimat. Band 32). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1979, S. 101.
  • Cornelius Gurlitt: Schieritz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 41. Heft: Amtshauptmannschaft Meißen-Land. C. C. Meinhold, Dresden 1923, S. 457.
  • Schloss Schieritz, In: Dr. Helmuth Gröger: Burgen und Schlösser in Sachsen, Verlag Heimatwerk Sachsen, 1940, S. 122–123

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schieritz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung, Haushalte, Familien sowie Gebäude und Wohnungen am 9. Mai 2011 nach Gemeindeteilen. (PDF; 690 KB) In: Kleinräumiges Gemeindeblatt Zensus 2011. Statistisches Landesamt Sachsen, S. 5, abgerufen am 4. Oktober 2016.
  2. Ernst Gotthelf Gersdorf: Urkundenbuch des Hochstifts Meißen Band 2. Giesecke & Devrient, Leipzig, 1865, (online), abgerufen am 28. Juni 2011, Seiten: XV, 27.
  3. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Meißen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  4. a b Schieritz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen