Schierker Feuerstein

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Überdimensionierter Werbeträger mit der Feuersteinklippe vor der Schierker Apotheke „Zum Roten Fingerhut“

Schierker Feuerstein ist ein Kräuterlikör (Halbbitter mit 35 Volumenprozent Alkoholanteil), dessen Rezeptur Anfang des letzten Jahrhunderts von Willy Drube, dem damaligen Inhaber der Apotheke „Zum Roten Fingerhut“ im Ort Schierke im Harz, entwickelt und 1924 zum Patent angemeldet wurde. Benannt ist der Kräuter-Halb-Bitter aufgrund seiner rotbraunen Farbe nach der rötlichen Färbung des Granits der Feuersteinklippen, einer Felsformation in Schierke.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schierker Apotheke „Zum Roten Fingerhut“

Nach dem Tod Willy Drubes im Jahr 1952 und der Übersiedlung seiner Nachkommen in die Bundesrepublik Deutschland wurde die Produktion in Bad Lauterberg im Harz in Niedersachsen weitergeführt. Zeitgleich wurde aber auch in Schierke weiter nach der sogenannten Kriegsrezeptur abgefüllt. Dies ist eine geänderte Rezeptur, da während des Zweiten Weltkriegs nicht alle Kräuter zur Verfügung standen. 1972 wurde das in Schierke verbliebene Unternehmen in der DDR enteignet und dem Getränkekombinat Magdeburg zugefügt, (VEB) Schierker Feuerstein. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 wurde der Betrieb in Schierke als Schierker Feuerstein KG privatisiert und die Produktion sowohl in Bad Lauterberg als auch in Schierke weitergeführt. 2007 erfolgte im Zuge des Generationenwechsels die Umwandlung in die Schierker Feuerstein GmbH & Co. KG.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Thomas: Auf die Einheit!. In: Niedersächsische Wirtschaft, Heft 10/2017 S. 22–23

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schierker Feuerstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien