Schifffahrtsmuseum Kiel

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Schifffahrtsmuseum Kiel
Matthias Suessen SH-6920.jpg
Schifffahrtsmuseum Kiel mit Spitztonnendach
Daten
Ort Kiel, Deutschland
Art Verkehrsmuseum
Architekt Georg Pauly
Eröffnung 30. April 1978
Betreiber Landeshauptstadt Kiel

Das Schifffahrtsmuseum Kiel ist ein Museum in Kiel, das 1978 in der ehemaligen Fischauktionshalle am Sartorikai eingerichtet wurde.[1]

Es zeigt die Geschichte der Seestadt Kiel und ihre maritimen Verbindungen in alle Welt. An der benachbarten Museumsbrücke liegen der Seenotrettungskreuzer Hindenburg, das Feuerlöschboot Kiel und der Tonnenleger Bussard von 1906. Die Laterne des Feuerschiffes Alexander von Humboldt wurde vor dem Museum aufgestellt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fischauktionshalle Kiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fischauktionshalle Kiel 1910.

Die Kieler Fischhalle bei den Seegartenbrücken wurde 1910 eröffnet, um den Fischhandel auf einen Ort zu konzentrieren und witterungsunabhängig zu machen.[2] Das repräsentative Gebäude mit dem hohen Dach entwarf der Stadtbaurat Georg Pauly. Im Inneren befanden sich zwei 8 m lange Becken, um die herum die Fischer ihre Stände errichteten. Außen befanden sich 30 einzeln zugängliche Ladengeschäfte. Allerdings erfüllte die neue Halle nicht die Erwartungen: Für Auktionen war sie zu klein, und die Geschäfte und Stände fanden keine Mieter.

Leerstand und Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Halle den Krieg unbeschadet überstanden hatte, verlor sie beim Umzug des Fischmarkts an die Schwentinemündung 1948 ihre Funktion. Nach langem Leerstand wurde 1966 der Abbruch beschlossen, jedoch nicht durchgeführt. 1972 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt und ist in die Liste der Kulturdenkmale der Stadt Kiel eingetragen.

Am 30. April 1978 wurde das Schifffahrtsmuseum eröffnet.[3] Am 25. April 2014 wurde das Museum nach den 2010 begonnenen Sanierungsarbeiten mit einer neu ausgerichteten Ausstellung wieder offiziell eröffnet.[4] Schwerpunkte der permanenten Ausstellung zeigen Kiels Fischereigeschichte, den Nord-Ostsee-Kanal, Marinemalerei und zahlreiche Schiffsmodelle sowie nautisches Gerät. Unter den Exponaten befindet sich auch ein Wracksegment des Kleinst-U-Bootes Seehund, das 1995 beim Bau des dritten Fährterminals aus der Kiele Förde geborgen wurde.

Innenansicht und Exponate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Exponate an der Museumsbrücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildmotiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Darstellung des Schifffahrtsmuseums wurde als Motiv auf den Kieler Weihnachtsbechern 1995 und 1996 verwendet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sonja Kinzler: Schifffahrtsmuseum Kiel. Janos Stekovics Verlag. Dößel 2007. ISBN 978-3-89923-155-7.
  • Doris Tillmann: Das Schifffahrtsmuseum in der Kieler Fischhalle und seine Sammlungen zur maritimen Stadtgeschichte. Janos Stekovics Verlag. Dößel 2007. ISBN 978-3-89923-500-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schifffahrtsmuseum Kiel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt- & Schifffahrtsmuseum Fischhalle, Museen am Meer.
  2. Zur Geschichte der städtischen Fischhalle
  3. Kieler Erinnerungstag: 30. April 1978 – Eröffnung des Kieler Schifffahrtsmuseums, Landeshauptstadt Kiel.
  4. Kieler Schifffahrtsmuseum aufwendig saniert (Memento vom 29. April 2014 im Internet Archive)

Koordinaten: 54° 19′ 21,7″ N, 10° 8′ 37″ O