Schildzapfen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Historische Kanone mit seitlichen Schildzapfen
Richtmaschine einer 15-cm-Haubitze um 1900

Der Schildzapfen ist ein zylindrischer Ansatz an einem Geschützrohr zur Lagerung des Rohres in der Lafette. Damit ist das Rohr gegenüber der Lafette in der Querachse beweglich.[1] Damit lässt sich durch Neigungsänderung des Rohres die Schussweite rasch korrigieren.

Wie die Abbildung zeigt, ist das Rohr um den Schildzapfen drehbar; die Drehung war ab späteren Zeiten durch den Richtkanonier über ein Getriebe einstellbar.

Das Wort dürfte daher stammen, dass man die Achse des Schildzapfens einer Kanone anfangs an einem geschlitzten Schutzschild lagerte; am einfachsten, indem man die zwei Zapfen gegen die Vorderseite eines geschlitzten Schutzschildes anstehen ließ, das durch Erdbeschüttung gestützt wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pierer's Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 183