Schilka (Stadt)

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Stadt
Schilka
Шилка
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Sibirien
Region Transbaikalien
Rajon Schilka
Gegründet 1. Hälfte 18. Jh.
Stadt seit 1951
Fläche 43 km²
Bevölkerung 13.947 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 324 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 510 m
Zeitzone UTC+9
Telefonvorwahl (+7) 30244
Postleitzahl 673370
Kfz-Kennzeichen 75, 80
OKATO 76 254 501
Geographische Lage
Koordinaten 51° 51′ N, 116° 2′ OKoordinaten: 51° 51′ 0″ N, 116° 2′ 0″ O
Schilka (Stadt) (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Schilka (Stadt) (Region Transbaikalien)
Red pog.svg
Lage in der Region Transbaikalien
Liste der Städte in Russland

Schilka (russisch Шилка) ist eine Stadt in der Region Transbaikalien (Russland) mit 13.947 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt nördlich des Borschtschowotschnygebirges in Transbaikalien, etwa 250 km südöstlich der Regionshauptstadt Tschita, am Fluss Schilka, dem linken Quellfluss des Amur.

Die Stadt Schilka ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Schilka ist Station der auf diesem Abschnitt 1897 eröffneten Transsibirischen Eisenbahn (Streckenkilometer 6445 ab Moskau).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schilka entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Kosakensiedlung. Die Benennung erfolgte nach dem gleichnamigen Fluss (von ewenkisch schilki für enges Tal, was insbesondere für den Unterlauf zutrifft). 1951 erhielt Schilka Stadtrecht.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 17.282
1959 16.805
1970 16.065
1979 17.198
1989 18.057
2002 14.748
2010 13.947

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur, Bildung und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rajon, etwa 40 Kilometer westlich der Stadt, liegt der balneologische Kurort Schiwanda (Шиванда), der bereits seit 1899 genutzt wird.

In Schilka gibt es vier Mittelschulen sowie eine Berufsschule.

Des Weiteren gibt es in der Stadt eine russisch-orthodoxe Kirche der Heiligen Aposteln Peter und Paul, welche im Jahr 1908 erbaut wurde. 1929 wurde die Kirche vom sowjetischen Regime geschlossen und als Gefängnis für Priester und Oppositionelle verwendet. Später wurde die Kirche in einen Sportsaal und ein Museum umfunktioniert. Seit den 1990er Jahren wird das Gebäude wieder als Kirche genutzt. Im Jahr 2002 wurden die Kirchenglocken wiederhergestellt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt in einem Landwirtschaftsgebiet, sodass es verschiedene Betriebe der Lebensmittelindustrie gibt; daneben Bauwirtschaft und Eisenbahnwerkstätten. Im Rajon werden verschiedene Bodenschätze gefördert und aufbereitet, so bei der Siedlung Perwomaiski Fluorit, Beryllium, Lithium, Tantal, Gold und Zeolithe.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schilka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien