Schirmitz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schirmitz
Schirmitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schirmitz hervorgehoben

Koordinaten: 49° 39′ N, 12° 10′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Verwaltungs­gemeinschaft: Schirmitz
Höhe: 393 m ü. NHN
Fläche: 4,97 km2
Einwohner: 1980 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 399 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92718
Vorwahl: 0961
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 154
Gemeindegliederung: 1 Gemeindeteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 12
92718 Schirmitz
Website: www.schirmitz.de
Erster Bürgermeister: Ernst Lenk jun. (CSU)
Lage der Gemeinde Schirmitz im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
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Über dieses Bild
Rathaus von Schirmitz

Schirmitz ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Schirmitz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schirmitz liegt in der Planungsregion Oberpfalz-Nord. Die Gemeinde befindet sich in unmittelbarer Nähe des Oberzentrums Weiden am östlichen Rand des so genannten Weidener Beckens, einer flachen Ebene, die sich um die Stadt Weiden erstreckt. Östlich von Schirmitz liegen die ersten Ausläufer des Oberpfälzer Waldes, die das Gelände hügelig und landschaftlich attraktiv machen. Von der Erhebung im südöstlichen Gemeindegebiet an der Straße zu Bechtsrieth hat man einen Blick über das gesamte Weidener Becken mit den Basaltkegeln von Parkstein und Rauhem Kulm. Schirmitz liegt an der Waldnaab, die die Oberpfalz von Nord nach Süd durchquert und im späteren Verlauf als Naab bezeichnet wird.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt nur die Gemarkung und den Gemeindeteil Schirmitz.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schirmitz wurde im Jahr 1223 erstmals urkundlich erwähnt, als „Marcward von Schirnwitz“ als Zeuge in einem Rechtsstreit zwischen Diepold von Leuchtenberg und Heinrich von Ortenburg-Murach auftrat. Der Ort war später Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark der Freiherren von Hannakam, deren Sitz Schirmitz war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle verdeutlicht die Einwohnerentwicklung in Schrimitz ab 1970.

1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2020
1721 1624 1769 1974 2139 2123 2057 1991 1945

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1643 auf 1969 um 326 Einwohner bzw. um 19,8 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl 2020 erbrachte folgende Sitzverteilung:[3]

  • CSU/parteilos: 10 Sitze
  • SPD/parteilos: 4 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Schirmitz COA.svg
Blasonierung:Gespalten; vorne unter silbernem Schildhaupt, darin ein blauer Balken, in Rot ein linksgewendeter goldener Löwenrumpf, hinten unter blauem Schildhaupt in Silber ein roter Drachenrumpf.“[4]

Die Gemeinde führt das Wappen seit 1980.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrei und Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Jakob

Die Pfarrei Schirmitz umfasst neben der Gemeinde Schirmitz auch die Orte Bechtsrieth und Trebsau. Im Ortsgebiet von Schirmitz gibt es zwei Kirchen: die Jakobskirche, im Volksmund „Alte Kirche“ und die Pfarrkirche Maria Königin, „Neue Kirche“ genannt. Bis zum Jahr 1958 war die Jakobskirche die einzige Kirche in Schirmitz und als Pfarrkirche Zentrum des religiösen Lebens. Sie steht zusammen mit Friedhof, Pfarrhaus, altem Kindergarten bzw. heutiger Jakobsklause am südlichen Ortsausgang. St. Jakob ist eine Chorturmkirche, die wohl um das Jahr 1300 erbaut wurde. Typisch ist der direkt über dem Altarraum errichtete Turm, an den sich ein einschiffiges Langhaus anschließt. Im Jahr 1957 wurde der Grundstein für die neue Pfarrkirche Maria Königin gelegt. Der symbolische Grundstein (lapis primarius) ist im Sakristei-Bereich der Kirche zu sehen. Bereits Ende des Jahres 1958 konnten in der noch nicht ganz fertiggestellten Kirche schon Messfeiern gehalten werden. Die Jakobskirche wird vor allem für Hochzeiten, Beerdigungen und vereinzelt für Gottesdienste benutzt.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SpVgg Schirmitz 1921 e. V.
    • Fußball
    • Tennis
    • Basketball
    • Gymnastik
    • Kegeln
    • Radsport
    • Gesundheitssport
  • Schützenverein „Hubertus“ e. V.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft von Schirmitz ist vornehmlich kleinbetrieblich strukturiert. Kleine und mittlere Unternehmen insbesondere im Handwerk prägen die Unternehmenslandschaft. So gibt es in der Gemeinde mehrere holzverarbeitende Betriebe, Garten- und Landschaftsbau, Friseure sowie Metzger und Gaststätten. Ein mittlerweile nur noch sehr geringer Prozentsatz der Einwohner geht Tätigkeiten im Bereich der Land- und Forstwirtschaft nach. Größere industrielle Betriebe fehlen.

Im Süden von Schirmitz befindet sich eine größere 110-kV-Umspannanlage der E.ON.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. W. Schuster: Heimatchronik der Gemeinde Schirmitz. Weiden 1998.
  • H. Lambel: Schirmitzer Geschichten aus 4 Jahrhunderten. Weiden 2004.
  • Cultheca – Kirchenführer (Hrsg.): Kirchenführer für die Kirchen von Schirmitz. Regensburg 2002.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schirmitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Schirmitz in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 19. April 2021.
  3. Gemeinde Schirmitz - Gemeinderat. Abgerufen am 29. Dezember 2020.
  4. Eintrag zum Wappen von Schirmitz in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte