Schlacht bei Kirchholm

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Gemälde der Schlacht von Pieter Snayers

Die Schlacht bei Kircholm war eine Schlacht während der Schwedisch-Polnischen Kriege 1600–1629. Sie fand bei Salaspils (deutsch: Kirchholm) am 27. September 1605 statt. In dieser Schlacht erlitten die schwedischen Truppen unter König Karl IX. eine schwere Niederlage gegen deutlich unterlegene polnisch-litauische Truppen unter Jan Karol Chodkiewicz, dem Großhetman von Litauen.

Nach der Niederlage der Schweden in der Schlacht bei Kokenhusen mussten diese sich weitgehend aus Livland zurückziehen und den größten Teil ihrer Eroberungen aufgeben. Der schwedische Reichstag bewilligte daraufhin Gelder für militärische Verstärkungen. Im Jahr 1605 landete eine etwa 5.000 Mann starke schwedische Armee unter Anders Lennartsson in Estland und marschierte auf Riga mit dem Ziel, diesen bedeutenden Ostseehafen einzunehmen. Die schwedischen Truppen unter Karl IX. und Andreas Lennartsson umfassten nach ihrer Vereinigung 10.868 Mann. In der Schlacht bei Kirchholm wurde diese vereinigte schwedische Streitmacht von der zahlenmäßig unterlegenen polnisch-litauischen Armee unter dem Kommando von Chodkiewicz vernichtend geschlagen. Die Schlacht war vor Allem geprägt durch den Angriff der polnischen Hussaria auf zehnfach überlegene schwedische Infanterie.

Der internationale Ruhm dieses Sieges der Polen gegen die Schweden war so groß, dass die Schlacht in einer nur kurz nach dem Ereignis in Rom publizierten Radierung von Antonio Tempesta dargestellt wurde (Bartsch Nr. 634). Allerdings verhinderte der innere Zustand Polens, dass Chodkiewicz diesen Sieg nutzen konnte. Als das Heer wegen des rückständigen Soldes nicht mehr weiterkämpfte, setzte er den Kampf aus eigenen Mitteln noch eine Zeit lang fort.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert I. Frost: The Northern Wars − War, State and Society in Northeastern Europe, 1558–1721, Longman Publishings, London/ New York 2000, ISBN 0-582-06429-5
  • Militair-Conversations-Lexikon: J, K und L, Band 4, S.290f