Schlacht bei Saint-Denis (1678)

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Schlacht bei Saint Denis
Datum 14. − 15. August 1678
Ort Saint-Denis (Mons), Belgien
Ausgang Unentschieden
Konfliktparteien

Frankreich Konigreich 1792Frankreich Frankreich

Republik der Sieben Vereinigten ProvinzenRepublik der Sieben Vereinigten Provinzen Vereinigte Niederlande
Spanien 1506Spanien Spanien

Befehlshaber

Frankreich Konigreich 1792Frankreich Maréchal de Luxembourg

Republik der Sieben Vereinigten ProvinzenRepublik der Sieben Vereinigten Provinzen Wilhelm III. (Oranien)

Truppenstärke
Unbekannt Unbekannt
Verluste

2500 Gefallene und Verwundete

4500 Gefallene und Verwundete

Abtei St-Denis-en-Broqueroie, Quartier des Maréchal de Luxembourg

Die Schlacht bei Saint-Denis fand am 14. und 15. August 1678 bei der Ortschaft Saint-Denis (in der Nähe von Mons) in Belgien statt. Kommandeur war auf französischer Seite François-Henri de Montmorency-Luxembourg, sein Gegner war Wilhelm III. von Oranien-Nassau mit einer vereinigten holländisch-spanischen-englischen Streitmacht.

Es war die letzte Schlacht des Holländischen Krieges und sie fand kurioserweise erst nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages mit den Niederländern am 10. August statt.

Die Schlacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mai 1678 wurde Mons von der französischen Armee belagert, das Stabsquartier des Maréchal de Luxembourg befand sich in Écaussinnes in der Benediktinerabtei Saint-Denis-en-Broqueroie. Der Vertrag zwischen Frankreich und Spanien war zu dieser Zeit noch nicht unterschrieben, da die Franzosen ständig neue Einwände vorbrachten – in der Hoffnung noch schnell vorher Mons einzunehmen.

Die, in der Nähe von Brüssel stationierten Truppen des Wilhelm von Oranien wurden inzwischen in Marsch gesetzt, um die Belagerung gewaltsam zu beenden. Nach seinem Eintreffen auf dem Schauplatz standen sich die beiden Armeen, durch den Lauf des Flüsschens Obrecheuil getrennt, gegenüber.

Eine Meldung über den Abschluss des Friedensvertrages erreichte das Lager des niederländischen Statthalters am 13. August, ohne jedoch offiziellen Charakter zu haben. Am Morgen des 14. August überbrachte Godefroi d'Estrades die gleiche Neuigkeit an den Maréchal de Luxembourg. Dieser war im Begriff, die Nachricht in das niederländischen Lager zu übermitteln, als er erfuhr, dass sich der Oranier mit seiner Armee zum Angriff formierte. Luxembourg war daraufhin der Meinung, dass ihn seine Ehre dazu zwinge, die Herausforderung anzunehmen.

Es entbrannte ein blutiger Kampf zwischen den Dörfern Thieusies, Casteau und Saint-Denis. Wilhelm selbst kämpfte an vorderster Front, konnte aber nicht mehr als einen unentschiedenen Ausgang der Schlacht erreichen. Luxembourg selbst zog sich von der Belagerung von Mons zurück, woraufhin die Friedensverhandlungen mit Spanien endlich vorankamen. Schließlich wurde er von den Spaniern am 17. September 1678 unterzeichnet.

Die Schlacht war, sinnlos und ohne jegliche Auswirkung, eine der blutigsten des ganzen Krieges. Die Alliierten hatten 4500 und die Franzosen 2500 Verluste zu beklagen.

Berühmte Teilnehmer an der Schlacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Scott, Sohn von Charles II, kommandierte in der Schlacht eine Anglo-Niederländische Brigade und konnte sich im Kampf auszeichnen.

Menno van Coehoorn (der «holländische Vauban») war beteiligt, ebenso der spätere Marschall Heinrich von Nassau-Ouwerkerk, der in der Schlacht Wilhelm von Nassau das Leben rettete, indem er einen Angreifer niederstreckte, der seine Pistole bereits auf die Brust des Prinzen in Anschlag gebracht hatte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 50° 30′ 28″ N, 4° 1′ 49″ O