Schlacht bei Sissek

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Schlacht bei Sissek

In der Schlacht bei Sissek, auch Schlacht bei Sisak (kroatische Festung in der Nähe des heutigen Sisak) trafen am 22. Juni 1593 habsburgische Truppen unter den drei Befehlshabern Ruprecht von Eggenberg, Andreas von Auersperg und Toma Erdődy auf osmanische Truppen unter Hassan Pascha, dem Beylerbey von Bosnien.

Im Frühjahr 1593 überschritt Hassan Pascha mit seinem Heer ohne formelle Kriegserklärung den damaligen Grenzfluss Kupa und belagerte die Festung Sisak. Ein Jahr zuvor war zwar der Friedensvertrag von Adrianopel zwischen Österreich und dem Osmanischen Reich geschlossen worden, trotzdem überfielen immer wieder osmanische Truppen habsburgisches, insbesondere kroatisches Gebiet. Parallel dazu plünderten christliche Uskoken osmanische Territorien. Dieser Kleinkrieg war schon seit Jahren im Gange.[1]

Festung Sisak

Die habsburgische Entsatzarmee, zu einem Teil kroatische Grenzsoldaten unter dem Befehl von Erdődy, war weniger als halb so groß, wie die 12.000 Mann starke osmanische Belagerungsarmee; davon stellten Elitetruppen jedoch nur einen verschwindend geringen Anteil. In der Schlacht verloren 8.000 osmanische Kämpfer so wie ihr Feldherr Hassan Pascha ihr Leben. Die Verluste der kaiserlichen Armee betrugen angeblich nur 50 Mann.[2]

Als Folge dieser Schlacht erklärte der osmanische Sultan Murad III., Kaiser Rudolf II. den Krieg, der als Langer Türkenkrieg in die Geschichtsbücher einging und am 11. November 1606 beendet wurde.

Bedeutung[Bearbeiten]

Diese Schlacht änderte erstmals seit der Schlacht auf dem Krbava-Feld das Kräftegleichgewicht entlang der habsburgisch-osmanischen Grenze. Bald drang diese Nachricht ins christliche Europa und Papst Clement beglückwünschte die militärischen Führer.

Bis zum heutigen Tag läutet täglich um 14 Uhr die kleine Glocke der Kathedrale zu Zagreb zum Zeichen der Dankbarkeit.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klaus-Peter Matschke: Das Kreuz und der Halbmond. Die Geschichte der Türkenkriege. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2004, ISBN 3-538-07178-0, S. 292 f.
  2. Oto Luthar: The Land Between. A History of Slovenia. Peter Lang, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-631-57011-1, S. 215.