Schlacht bei Szczekociny

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Schlacht bei Szczekociny
Schlacht bei Szczekociny, Michał Stachowicz
Schlacht bei Szczekociny, Michał Stachowicz
Datum 6. Juni 1794
Ort Szczekociny
Ausgang russisch-preußischer Sieg
Konfliktparteien
Befehlshaber

Tadeusz Kościuszko

Alexander Tormassow
Franz Andreas von Favrat

Truppenstärke
15.000 Soldaten
24 Geschütze
26.500 Soldaten
124 Geschütze
Verluste

über 1200 Soldaten

Minimale Verluste

Die Schlacht bei Szczekociny (auch: Rawka) fand am 6. Juni 1794 in einem Vorort der Stadt Szczekociny (in Kleinpolen) zwischen den polnischen und einer Allianz von preußischen und russischen Streitkräften während des Kościuszko-Aufstands statt.

Die Polen wurden von Tadeusz Kościuszko angeführt. Alexander Tormassow führte die gegnerischen Truppen. General Tormassow hatte zuvor am Türkenkrieg von 1787 bis 1792 teilgenommen. Die Preußen führte General Franz Andreas von Favrat.[1]:194 Dieser war ein überzeugter Vertreter des Einsatzes von Artillerie, was den Sieg begünstigte.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Russlands Niederlage in der Schlacht bei Racławice, traten die Preußen den Russen bei, um ihnen bei der Niederschlagung des polnischen Aufstandes zu helfen.[1]:194. Am 6. Juni notierte General Wodzicki in sein Tagebuch: "Es ist unmöglich, dass Denisov solche Truppen angesammelt haben kann. Irgendetwas stimmt mit meinen Augen nicht, ich sehe Preußen."[1]:194 Kościuszko hatte sich auf die preußische Neutralität verlassen.[1]:194 Die Russen stellten die linke und die Preußen die rechte Flanke.

Schlacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preußen und Russen brachten etwa 26.500 Soldaten aufs Feld, die Polen 15.000. Die Polen wurden vor allem durch Kanonenbeschuss besiegt.[1]:194 Der Bauernheld Wojciech Bartosz Głowacki fiel in der Schlacht.[1]:194 An der Schlacht nahmen auch General Adam Poniński, General Antoni Madaliński, General Jan Grochowski und Herzog Eustachy Sanguszko teil. Neben Głowacki starben auch zwei Generäle in der Schlacht: Józef Wodzicki[1]:194 und Jan Grochowski. General Sanguszko fand Kościuszko auf dem Schlachtfeld, der sagte, dass er hier sterben wolle. Er wurde jedoch in Sicherheit gebracht.[1]:195

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kościuszkos Truppen mussten sich nach Warschau zurückziehen, während Preußen und Russen Krakau am 15. Juni eroberten.[1]:195 Österreich drang dann von Süden in Polen ein.[1]:195 Der polnische Aufstand wurde dann auf die Verteidigung Warschaus reduziert.[1]:195

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andrzej Grabski, Jan Wimmer u. a.: Zarys dziejów wojskowości polskiej do roku 1864. Wydawnictwo Ministerstwa Obrony Narodowej, Warschau 1966.
  • Marian Kukiel: Zarys historii wojskowości w Polsce. Puls, London 1993, ISBN 0-907587-99-2.
  • Andrzej Zahorski: Wypisy źródłowe do historii polskiej sztuki wojennej. Polska sztuka wojenna w okresie powstania kościuszkowskiego. zehntes Heft. Wydawnictwo Ministerstwa Obrony Narodowej, Warschau 1960.
  • Bolesław Twardowski: Wojsko Polskie Kościuszki w roku 1794. Księgarnia Katolicka, Poznań 1894.
  • Mała Encyklopedia Wojskowa. Wydawnictwo Ministerstwa Obrony Narodowej, Warschau 1967, (Wydanie I Tom II).
  • Albert Constantin Gotthilf von Treskow: Beitrag zur Geschichte des Polnischen Revolutions i.J. 1794: Feldzug der Preußen. S. 85ff. (books.google.de)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k A. Storozynski: The Peasant Prince. St. Martin's Press, New York 2009, ISBN 978-0-312-38802-7.