Schlacht um Kiew (1943)

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Schlacht um Kiew
Sowjetische Soldaten bereiten Flöße zur Überquerung des Dneprs vor.
Sowjetische Soldaten bereiten Flöße zur Überquerung des Dneprs vor.
Datum 3. November bis 10. Dezember 1943
Ort Kiew, Ukrainische SSR, Sowjetunion
Ausgang Sowjetischer Sieg
Folgen Befreiung Kiews
Konfliktparteien

Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
4. Panzerarmee

Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion
1. Ukrainische Front

Befehlshaber

Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Erich von Manstein
Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Hermann Hoth

Sowjetunion 1923Sowjetunion Nikolai Watutin
Sowjetunion 1923Sowjetunion Pawel Rybalko

Truppenstärke
400.000 Mann 670.000 Mann
7000 Geschütze
675 Panzer
700 Flugzeuge[1]
Verluste

41.000 Gefallene und Verwundete

6.491 Tote und 24.078 Verwundete[2]

Die Zweite Schlacht um Kiew war eine Schlacht an der deutsch-sowjetischen Front im Zweiten Weltkrieg zwischen der Wehrmacht und der Roten Armee um die Hauptstadt der Ukrainischen SSR Kiew. Die Schlacht war Teil der zweiten Phase der Schlacht am Dnepr und fand im November und Dezember 1943 statt.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Chreschtschatyk nach der Befreiung 1943

Am Morgen des 3. November 1943 starteten die sowjetischen Truppen der 1. Ukrainischen Front unter Armeegeneral Watutin die Kiewer Strategische Offensive gegen die in der Stadt stationierte 4. Panzerarmee. Der massive sowjetische Angriff wurde nördlich von Kiew aus dem Brückenkopf Ljutesch angesetzt und umfasste die Stadt. Der starke Angriff konnte vom deutschen XIII. und VII. Armeekorps nicht abgewehrt werden. Kiew wurde nach mehrtägigen Kämpfen am 6. November von der sowjetischen 38. Armee unter General Moskalenko und dem 5. Garde-Panzerkorps (General Krawtschenko) der 3. Gardepanzerarmee unter schweren Verlusten eingenommen. Die nach 778 Tagen von deutscher Besatzung befreite Stadt erlitt schwere Zerstörungen. 1943 lebten hier etwa 80.000 Einwohner, was 20 % der Vorkriegs-Einwohnerzahl entsprach. 7.000 Gebäude, darunter 1.000 Fabriken waren geplündert oder zerstört.

Generalfeldmarschall Erich von Manstein überzeugte Adolf Hitler davon, das XXXXVIII. Panzerkorps für einen Gegenangriff freizugeben. Durch einen Überraschungsangriff des XXXXVIII. Panzerkorps unter dem General der Panzertruppe Hermann Balck bei Radomyschl und Shitomir Anfang Dezember 1943 sowie einen gleichzeitigen Angriff des XIII. Armeekorps und der verstärkten 2. Fallschirmjäger-Division von Osten her drohte die sowjetische 60. Armee umschlossen zu werden. Unter Hinzuführung der 1. Panzerarmee und der 18. Armee gelang es der sowjetischen Führung jedoch, die deutsche Offensive zu stoppen und die Stadt zu behaupten.[3][4]

Ausgang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Befreiung der Stadt Kiew am 6. November und Behauptung der Stadt durch die Rote Armee. Ein Rückeroberungsversuch der Wehrmacht unter der Führung von Erich von Manstein schlug fehl.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schlacht um Kiew (1943) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Als die Ostfront 1943 fast zusammengebrochen wäre in Welt.de vom 2. Dezember 2013; abgerufen am 27. Dezember 2015
  2. KIEW strategischen Offensivoperationen 3-13 November 1943 (Memento vom 21. Dezember 2008 im Internet Archive) auf soldat.ru; abgerufen am 27. Dezember 2015
  3. Karl-Heinz Frieser: Die Rückzugsoperationen der Heeresgruppe Süd. In: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg – Band 8: Die Ostfront 1943/44 – Der Krieg im Osten und an den Nebenfronten. Deutsche Verlagsanstalt München 2007, ISBN 978-3-421-06235-2, Lagekarte S. 352.
  4. Schlacht von Kiew auf ww2db.com; abgerufen am 27. Dezember 2015