Schlacht bei Friedland

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Schlacht bei Friedland
Schlacht bei Friedland
Schlacht bei Friedland
Datum 14. Juni 1807
Ort Friedland (Prawdinsk)
Ausgang Sieg der Franzosen
Konfliktparteien

Frankreich 1804Erstes Kaiserreich Frankreich

Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich Russland
Preussen KonigreichKönigreich Preußen Preußen

Befehlshaber

Frankreich 1804Erstes Kaiserreich Napoleon Bonaparte
Frankreich 1804Erstes Kaiserreich Jean Lannes

Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich Levin von Bennigsen

Truppenstärke
80.000
118 Kanonen
60.000
120 Kanonen
Verluste

8.000 Tote und Verwundete

20.000 Tote und Verwundete

Friedland, südöstlich von Königsberg und nordöstlich der Stadt Bartenstein, auf einer Landkarte von 1910.
Napoleon in der Schlacht bei Friedland, Gemälde von Horace Vernet

In der Schlacht bei Friedland (Friedland in Ostpreußen) am 14. Juni 1807 schlug eine 80.000 Mann starke französische Armee unter Kaiser Napoleon Bonaparte ein 60.000 Mann starkes russisch-preußisches Heer unter dem russischen General Levin August von Bennigsen. Es war die letzte Schlacht im Vierten Koalitionskrieg.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 7. und 8. Februar 1807 hatten in der Schlacht bei Preußisch Eylau russisch-preußische Truppen unter Bennigsen den Vormarsch Napoleons in Ostpreußen zum Stehen gebracht. Ohne diesen Erfolg auszunutzen, verschanzten sich die russischen Truppen für den Winter bei Heilsberg. Napoleon konnte mit der Belagerung der preußischen Festung Danzig beginnen, die am 25. Mai 1807 kapitulierte. Mit vereinten Truppen und gesichertem Hinterland stand Napoleon im westlichen Ostpreußen. Erst dann wurde General Bennigsen aktiv, konnte aber Napoleon nicht zur Schlacht zwingen und zog sich wiederum nach Heilsberg zurück, um überraschenderweise anzugreifen, ohne Verstärkung abgewartet zu haben.

Schlachtverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bennigsen besetzte am Abend des 13. Juni Friedland, um dann einen Brückenkopf an der Alle zu bilden und den Wald bei Sortlack zu besetzen. Hier traf er auf die dort postierten französischen Truppen unter Lannes und Mortier. Diesen gelang es unter großen Mühen, Bennigsen so lange aufzuhalten, bis die französischen Hauptkräfte gegen 17 Uhr in die Schlacht eingreifen konnten. So begann Marschall Ney, das Korps von Fürst Bagration im Wald von Sortlack anzugreifen und ihn zurückzudrängen. Damit konnten die Franzosen ihrerseits zur Offensive übergehen. Es gelang ihnen, die Artillerie so günstig zu positionieren, dass die in der Flussbiegung stehenden russischen Truppen in Unordnung gerieten. Dies ermöglichte es den Franzosen, die russischen Truppen nach heftigem Widerstand über den Fluss zurückzuwerfen. Durch den einzigen Übergang über die Alle behindert, kam es zu großen Verlusten auf russischer Seite, zumal sich der rechte Flügel noch auf dem gegenüberliegenden Ufer befand, als die Brücke von den eigenen Truppen gesprengt wurde. Die russische Armee konnte sich nur unter enormen Verlusten (20.000 Mann) aus Ostpreußen zurückziehen. Die französischen Truppen hatten Verluste von ca. 8.000 Mann zu beklagen.

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Niederlage veranlasste Russland zum Bruch des mit Preußen im im April unter dem Eindruck des Erfolgs von Preußisch-Eylau auf Gedeih und Verderb geschlossenen Bartensteiner Vertrags. Preußen war gezwungen, den Frieden von Tilsit zu unterzeichnen. Damit war es nicht länger eine europäische Großmacht. Napoleon gelang es, Russland als Verbündeten im Krieg mit Großbritannien zu gewinnen. Aus den Gebieten, die Preußen 1793–95 in den Teilungen Polens hinzugewonnen hatte, erschuf Napoleon des Herzogtum Warschau als Vasallenstaat Frankreichs.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Erinnerung an den Sieg erhielt 1864 in Paris eine auf den Arc de Triomphe de l’Étoile zulaufende Straße den Namen Avenue de Friedland.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frank Bauer: Friedland 14. Juni 1807. Eine würdige Schwester von Marengo, Austerlitz und Jena (Kleine Reihe Geschichte der Befreiungskriege 1813-1815, H. 19), Potsdam 2007.