Schlacht von Welikije Luki

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Die Schlacht von Welikije Luki (russisch Великолукская операция) war eine Angriffsoperation der Roten Armee, die vom 24. November 1942 bis zum 20. Januar 1943 dauerte. Bodo Scheurig, der Biograph Henning von Tresckows, bezeichnete sie „ein Stalingrad im Kleinen“, das „ebenfalls infolge höchsten Starrsinns“ geopfert wurde.[1]

Verlauf[Bearbeiten]

Die Kalininer Front unter Maxim Purkajew sollte gegen die Gruppe „von der Chevallerie“ (neun Divisionen) vorrücken.

Am 24. November griffen die Vorauseinheiten und am nächsten Tag die Hauptstreitmacht (3. Stoßarmee) an. Nach erbitterten Kämpfen in der Gegend mit zahlreichen Wäldern und Sümpfen wurden die deutschen Verteidigungslinien durchbrochen, die deutsche 83. Infanterie-Division zerschlagen und Welikije Luki mit ca. 7.500 Angehörigen der Wehrmacht eingeschlossen.

Deutscher Entsatzversuch

Unter den eingeschlossenen Verbänden (welche der Heeresgruppe Nord unterstanden) befanden sich das Grenadierregiment 277, das Werfer-Regiment 3, die Heeres-Flak-Abteilung 286, das Artillerieregiment 70, das Artillerieregiment 183 und die Heeres-Artillerie-Abteilung 736 sowie verschiedene rückwärtige Dienste. Die Führung dieser eingeschlossenen Einheiten wurde Oberstleutnant von Saß, dem Kommandeur des Grenadierregiments 277, übertragen.

Zum 10. Dezember stießen die Sowjets 25 bis 30 Kilometer vor und erreichten an zwei Stellen die Eisenbahn, die zwei deutsche Heeresgruppen verband (Mitte und Nord).

Das OKW verlegte zusätzliche Verbände und versuchte, die deutschen Truppen in der Stadt zu entsetzen. Nach einen Monat lang andauernden Kämpfen kamen sie nah an Welikije Luki heran, konnten ihre Aufgabe jedoch nicht erfüllen. Am 17. Januar wurden die deutschen Truppen in der Stadt überwältigt. Die Sowjets nahmen 3.944 Gefangene (darunter 54 Offiziere), erbeuteten 113 Geschütze, 97 Mörser, 20 Panzer und Sturmgeschütze. Die Rote Armee verlor 104.000 Mann (23.000 davon Tote und Vermisste).[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bodo Scheurig: Henning von Tresckow. Eine Biographie. Stalling, Oldenburg 1973, S. 136.
  2. http://www.soldat.ru/doc/casualties/book/chapter5_10_1.html