Schlachttier

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Als Schlachttier (auch Schlachtvieh) wird ein zur Schlachtung und für die menschliche Ernährung bestimmtes Haustier bezeichnet.

Laut deutschem Recht zählen hierzu Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und andere Paarhufer, Pferde und andere Einhufer sowie Kaninchen, die als Haustiere gehalten werden. Ebenso zählt hierzu Haarwild, das auf andere Weise als durch Erlegen getötet wird (z. B. Gatterwild).[1] Bis 1986 wurde auch Hund nach dem Fleischbeschaugesetz als Schlachttier definiert.[2] Seitdem ist die Gewinnung von Fleisch von Hunden und Hundeartigen (Caniden) verboten.

International werden auch Rinderartige wie Büffel, Bisons und Yaks, Kamele wie Lama und Alpaka sowie Rentiere dazu gezählt. Geflügel und Fische gehören nicht zu den Schlachttieren.

Die Methoden der Tötung von Schlachttieren sind kulturell verschieden. In westlichen, christlich geprägten Staaten, werden Tiere mit Bolzenschuss oder Elektrobetäubung betäubt, bevor die eigentliche Tötung durch Blutentzug erfolgt. Die religiösen Vorschriften von Islam und Judentum verlangen eine andere Tötungsmethode, das Schächten. Dabei werden große Blutgefäße am Hals des Tieres ohne vorherige Betäubung durchschnitten.

Anzahl geschlachteter Tiere in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Fleischatlas der Böll-Stiftung wurden in Deutschland im Jahr 2012 folgende Tiere geschlachtet: 627.941.000 Hühner, 37.000.000 Puten, 25.460.000 Enten, und 58.350.000 Schweine. Das sind mehr als in jedem anderen EU-Land. Allerdings werden nicht alle Tiere in Deutschland verzehrt. Ein großer Teil davon geht in den Export.[3]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsches Fleischhygienegesetz
  2. Änderung des Fleischbeschaugesetzes vom 13. April 1986.
  3. Pinzler, P. (2014) Ein deutsches Tierleben. Die Zeit 15. Mai 2014, S. 36

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]