Schlackenhof
Schlackenhof ist ein Gemeindeteil (Dorf) und eine Gemarkung von Kemnath, einer Stadt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Dorf Schlackenhof liegt zwei Kilometer westlich von Kemnath an der Haidenaab.
Die Gemarkung Schlackenhof (094224) umfasst 1,000 km² und hat 55 Einwohner.[1]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Angeblich wurde der Ansitz „Slawatenhouen“ 1298 erstmals erwähnt. Vielleicht war er eine Gründung der Grafen von Schweinfurt. Urkundlich sicher genannt wird Schlackenhof in dem Lehenbuch aus der Zeit vor 1400 der Leuchtenberger, dort heißt es: „Item Herman, Hanns Albrecht und Ott di Santner haben zu lehen … Slankenhofen.“
1547 ging das Gut an Sebastian Giech von Kötzersdorf. Auf diesen folgte Veit von Giech zum Schlackenhoue, der Schlackenhof zu einem adeligen Landgut machte. Weitere Besitzer waren die Künsberg (1579, 1584), Pertsch (ab 1617), Hans Wolf von Wolfsthal (ab 1652), Franz du Quesnoy (ab 1699), Stephan Kaspar (ab 1713), Johann Wolfgang Trötscher (ab 1721) und die Stadler aus Nürnberg (ab 1763). Das heutige Schloss Schlackenhof wird dabei um 1600 erbaut worden sein.[2]
1809 kam Schlackenhof an den Freiherrn Franz von Rupprecht. Es bestand zeitweise ein Patrimonialgericht II. Klasse in Schlackenhof. Ab 1840 war der Ritter und Edle Johann Adam von Wilhelm Besitzer, ihm folgte Oswald von Wilhelm. 1852 wurde der Gutsbesitz „zertrümmert“.
Mit den Bayerischen Gemeindeedikten Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Schlackenhof 1808 ein Steuerdistrikt mit Berndorf und bildete ab 1818 eine Berndorf eine Landgemeinde mit Selbstverwaltung. Die Gemeinde Berndorf wurde 1946 aufgelöst und Berndorf nach Kemnath eingemeindet, Schlackenhof kam zur Gemeinde Höflas. Am 1. Januar 1972 erfolgte die Eingemeindung von Höflas nach Kemnath.[3]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Gemarkung Schlackenhof (Kemnath) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 3. Oktober 2025.
- ↑ Denkmalliste von Kemnath.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 495.
Koordinaten: 49° 51′ 34,2″ N, 11° 51′ 7,3″ O