Schladen (Grafen)

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Wappen bei Siebmacher

Die Edlen und Grafen von Schladen, waren ein mittelalterliches Adelsgeschlecht, die auch mit dem Namen Edle von Dorstadt auftraten oder als Agnaten der Edlen von Dorstadt anzusehen sind.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geschlecht der Edlen und Grafen von Schladen wird in Zedlers Universal-Lexicon in Band 34 beschrieben. Danach erschien es erstmals mit den Herren Ludolff und Eckebrecht von Schladen Vögte von Wolfenbüttel, deren Nachfahre Graf Adelbertus von Schladen 993 erwähnt wird. Ein weiterer Nachfahre war Eickonem von Schladen, Sohn des Grafen Meinhardus von Schladen und der Odam von Peina. Meinhardus und Eickonem (Eicke) nahmen beide 1130 auf dem Reichstag zu Braunschweig teil. Bischof Udo von Hildesheim ließ in Schladen eine Burg errichten und stellte dafür einen Vogt ein. Dies war im Jahre 1110 der ingenuus homo Aeicho de Dorstedi[1] (Eiko von Dorstadt, der womöglich mit Eickonem von Schladen gleichzusetzen ist). 1180 wurde ein Moritz von Schladen als Burgherr von Staßfurt und 1184 Burchard von Schladen als Domherr in Halberstadt erwähnt. Mit Graf Meino († 1345)[2] beziehungsweise Graf Albert († 1353) ist der Stamm erloschen. Eine Stammesverwandtschaft zu den späteren von Schladen besteht nicht.

Angehörige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Grafen von Schladen zeigt einen Löwen im Schilde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Dürre: Regesten der Grafen von Schladen. In: Zeitschrift des Harz-Vereins 23, 1890, S. 235–291
  • Hermann Dürre: Regesten der Grafen von Schladen. In: Der Deutsche Herold 37, 1906, S. 144
  • Koken: Der Ursprung des Schladenschen Grafenhauses. In: Neues vaterländisches Archiv oder Beiträge zur allseitigen Kenntniß des Königreichs Hannover und des Herzogthums Braunschweig, Lüneburg 1831, Band 1, S. 147–160
  • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln Neue Folge. Band XIX Zwischen Weser und Oder, Frankfurt/Main 2000, Tafel 3 A, ISBN 978-3-465-03074-4

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Urkundenbuch des Hochstifts Hildesheim, 1, Nr. 169 von 1110
  2. Kneschke (1868) 8, S. 185