Schladminger Tauern

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Schladminger Tauern
Höchster Gipfel Hochgolling (2862 m ü. A.)
Lage Steiermark, Salzburg
Teil von Niedere Tauern, Zentrale Ostalpen
Einteilung nach AVE 45b; SOIUSA II/A-18.II Schladming-Murauer Tauern resp. II/A-18.II.A; Lgld.d.Stmk. NT.1; Trimmel 2620
Schladminger Tauern (Alpen)
Schladminger Tauern
Koordinaten 47° 16′ N, 13° 46′ OKoordinaten: 47° 16′ N, 13° 46′ O
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Die Schladminger Tauern sind eine Untergruppe der Zentralalpen in den Ostalpen. Zusammen mit den Radstädter Tauern, den Rottenmanner und Wölzer Tauern und den Seckauer Tauern bilden die Schladminger Tauern die Großgruppe der Niederen Tauern. Das Gebirge befindet sich in Österreich in den Bundesländern Salzburg und Steiermark. Die höchste Erhebung ist mit 2.862 m der Hochgolling.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schladminger Tauern befinden sich im mittleren Teil der Niederen Tauern. Namensgeber ist der Ort Schladming im Ennstal.

Umgrenzung und benachbarte Gebirgsgruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Abgrenzung der Schladminger Tauern ist allgemein etwa in denselben Grenzen zwischen dem Sölktal im Osten und Obertauern (Tauernpass) im Westen, dem Altenmarkter Becken und Ennstal im Norden üblich. Nur die Südgrenze ist streng orographisch mit dem Oberen Murtal oder geologisch-landschaftlich mit dem knapp nördlich verlaufenden Murparalleltal je nach Gliederungssystem unterschiedlich.

Nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE), wo sie die Nummer 45b haben, grenzen sie an:

Mit dem Murparalleltal (auch abschnittsweise) grenzen an:

Die Internationale vereinheitlichte orographische Einteilung der Alpen (IVOEA/SOIUSA) folgt für den Begriff der Untersektion Schladming-Murauer Tauern (italienisch Tauri di Schladming e di Murau, II/A-18.II) der Niederen Tauern dem Konzept der AVE, und gibt als deren Obergruppen die Schladminger Tauern im engeren Sinne (A) und die Murauer Alpen (B) mit Mitterberg, Weidschober/Überling-Zug, Gstoder, Stolzalpen-Region

Historisch gab es ein Konzept der Gliederung der Niederen Tauern mit den Sölker Alpen als Mittelabschnitt, mit Südostgrenze entlang der Linie Kleinsölkbach – Tamsweg und damit deutlich geringerem Umfang der Schladminger Tauern.[1]

Gliederung und Einteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochgolling von der Landawirseehütte
Preber
Klafferkessel, rechts im Hintergrund der Greifenberg (von Nordost)

Gegliedert werden die Schladminger Tauern von den Nord–Süd-streichenden Tauerntälern des Ennstals und den Süd–Nord-streichenden Nordtälern des Lungau und des Oberen Murtales, das sind an Nord- und Südabdachung je an die zehn größere Bäche (wie Forstau-, Preunegg-, Tal-; Weißpriach-, Göriach-, Lessach-; Etrach-, Schöder-, Katsch-, Hinteregg-, Schöttlbach). Diese trennen zahlreiche schmale Grate aus der Gruppe, die den West–Ost-laufenden Hauptgrat fischgrätenartig begleiten. Nur im Nordosten gliedern Untertal- bis Kleinsölkbach fächerförmiger, sodass die Sölktäler einen eigenständigeren Raum einnehmen.

Südlich wird die Mur vom Murparalleltal nördlich begleitet (KrakauSt. Peter am KammersbergOberwölz und weiter), hier wechselt die Talungsrichtung auf Nordwest–Südost und die Berge zeigen die Charakteristik eines mittelgebirgigen Zuges von Einzelstöcken, der als Murberge bezeichnet wird, und teils eigenständig, wegen seiner geologischen Verhältnisse manchmal sogar nichteinmal als Teil der Schladminger (und Wölzer Tauern) gerechnet wird, sondern schon zu den Gurktalern.

Eine verbreitete Aufgliederung in sechs Untergruppen nach den wichtigsten Gipfeln im Hauptgrat und Tälern ist (von West nach Ost):

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Holl: Alpenvereinsführer Niedere Tauern. Bergverlag Rudolf Rother, München 1983, ISBN 3-7633-1231-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. So in der vielverwendeten Einteilung der Ostalpen nach August von Böhm 1887.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schladminger Tauern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien