Schlatt TG

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TG ist das Kürzel für den Kanton Thurgau in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Schlattf zu vermeiden.
Schlatt
Wappen von Schlatt
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton ThurgauKanton Thurgau Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeld
BFS-Nr.: 4546i1f3f4
Postleitzahl: 8252
Koordinaten: 694770 / 278467Koordinaten: 47° 39′ 0″ N, 8° 42′ 0″ O; CH1903: 694770 / 278467
Höhe: 416 m ü. M.
Höhenbereich: 377–563 m ü. M.
Fläche: 15,54 km²
Einwohner: 1708 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 110 Einw. pro km²
Website: www.schlatt.ch
Schlatt TG vom Aussichtsturm auf dem Kohlfirst

Schlatt TG vom Aussichtsturm auf dem Kohlfirst

Lage der Gemeinde
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Über dieses Bild
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Schlatt (TG) ist eine Ortschaft[3] und seit 1999 ist eine politische Gemeinde im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz. Die reformierte Kirchgemeinde trägt den Namen Schlatt bei Diessenhofen.[4]

Geographie

Reformierte Kirche in Schlatt

Die Gemeinde liegt zwischen Frauenfeld und Schaffhausen im Schlattertal am Ostabhang des Cholfirsts. Sie ist die westlichste Gemeinde des Kantons Thurgau und grenzt an das Gebiet des Kantons Zürich. Die Ortsgemeinde Mett-Oberschlatt bildet mit der Ortsgemeinde Unterschlatt eine räumliche und kulturgeschichtliche Einheit. Sie wurde 1999 durch die Fusion der beiden Ortsgemeinden wiederhergestellt, nachdem das alte Schlatt Anfang des 19. Jahrhunderts aufgeteilt worden war.

Die ehemalige Gemeinde Unterschlatt umfasste neben dem Dorf Unterschlatt die Ortsteile Dickihof im Südosten, Altparadies mit dem ehemaligen Kloster Paradies und die im 19. und 20. Jahrhundert entstandene Industriesiedlung Neuparadies sowie im Norden den ehemaligen Weiler Kundelfingen (heute Kundelfingerhof). Die ehemalige Ortsgemeinde Mett-Oberschlatt setzte sich aus den Ortsteilen Mettschlatt, Oberschlatt und Fallentor zusammen.[5]

Die frühere Kiesgrube in der Gishalde wird heute als Trainingsstrecke für Geländefahrzeuge verwendet.

Schlatt hat eine internationale Grenze mit der Exklave Büsingen am Hochrhein (Deutschland).

Geschichte

Slate wurde 858 erstmals urkundlich erwähnt. Die politische Gemeinde Schlatt besteht seit dem 1. Januar 1999 und vereinigt die beiden ehemaligen Ortsgemeinden Mett-Oberschlatt und Unterschlatt der ehemaligen Munizipalgemeinde Basadingen. Schlatt gehörte bis 2010 zum Bezirk Diessenhofen.[6]

→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Mett-Oberschlatt
→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Unterschlatt

Wappen

Einheits­gemeinde

Blasonierung: Schräg geteilt von Gelb mit schreitendem rotem Löwen und von Rot mit gelber Pflugschar.[7]

Das Wappen der Gemeinde Schlatt wurde bei der Gemeindegründung aus den Wappen der Ortsgemeinden Mett-Oberschlatt und Unterschlatt kombiniert. Der Löwe verweist vermutlich auf die Kyburger, die Pflugschar steht für die landwirtschaftliche Prägung der Gemeinde.[7]

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung im Gebiet der heutigen Gemeinde Schlatt[8]
Bevölkerungsentwicklung der einzelnen Gemeinden
1800 1831 1850 1870 1900 1950 1990 2000 2010 2018
Politische Gemeinde[8] 1485 1601 1698
Ortsgemeinde Mett-Oberschlatt[9] 203 287 332 257 317 326
Ortsgemeinde Unterschlatt[10] 466 631 636[8][9] 633 914 915

Von den insgesamt 1698 Einwohnern der Gemeinde Schlatt im Jahr 2018 waren 187 bzw. 11,0 % ausländische Staatsbürger. 912 (53,7 %) waren evangelisch-reformiert und 297 (17,5 %) römisch-katholisch.[3]

Wirtschaft

Im Jahr 2016 bot Schlatt 403 Personen Arbeit (umgerechnet auf Vollzeitstellen). Davon waren 15,2 % in der Land- und Forstwirtschaft, 41,5 % in Industrie, Gewerbe und Bau sowie 43,3 % im Dienstleistungssektor tätig.[2]

Sehenswürdigkeiten

Das Kloster Paradies ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt.

→ siehe auch Artikel Liste der Kulturgüter in Schlatt TG
→ siehe auch Abschnitt Sehenswürdigkeiten im Artikel Mett-Oberschlatt

Dickihof

Dickihof

Ein Grabhügel lässt darauf schliessen, dass der Weiler Dickihof vermutlich bereits zur Hallstattzeit besiedelt war. Die Siedlung wird 1162 als zur Kartause Ittingen zugehörend bezeichnet, der Kirchenfürst Ticchi soll in diesem Ort residiert haben. Dieser bäuerliche Weiler, dessen älteste Bausubstanz vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt, präsentiert sich heute noch in etwa gleich wie auf der Siegfriedkarte von 1883.[5] Der Weiler Dickihof ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt.

Bilder

Literatur

  • Alfons Raimann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau, Band V: Der Bezirk Diessenhofen. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1992 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 85). ISBN 3-909158-73-0. S. 254–283.

Weblinks

Commons: Schlatt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. a b Thurgau in Zahlen 2019. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (PDF-Datei; 1,8 MB), abgerufen am 28. April 2020.
  3. a b Ortschaften und ihre Wohnbevölkerung. Ausgabe 2019. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (Excel-Tabelle; 0,1 MB), abgerufen am 28. April 2020.
  4. Kirchgemeinde Schlatt bei Diessenhofen. Auf der Webseite der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau, abgerufen am 20. Dezember 2019
  5. a b Geschichte. Auf der Webseite der Gemeinde Schlatt (TG), abgerufen am 20. Dezember 2019
  6. Erich Trösch: Schlatt (TG). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  7. a b Gemeindewappen. Auf der Webseite ders Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019
  8. a b c Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden. Kanton Thurgau, 1850–2000 und Wohnbevölkerung der Gemeinden und Vorjahresveränderung. Kanton Thurgau, 1990–2018. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (Excel-Tabellen; jeweils 0,1 MB), abgerufen am 28. April 2020.
  9. a b Erich Trösch: Mett-Oberschlatt. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  10. Erich Trösch: Unterschlatt. In: Historisches Lexikon der Schweiz.