Schlattingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schlattingen
Wappen von Schlattingen
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeld
Politische Gemeinde: Basadingen-Schlattingeni2w1
Postleitzahl: 8255
Koordinaten: 700042 / 280434Koordinaten: 47° 40′ 1″ N, 8° 46′ 14″ O; CH1903: 700042 / 280434
Höhe: 419 m ü. M.
Website: www.basadingen-schlattingen.ch
Karte
Karte von Schlattingen
ww

Schlattingen ist eine Ortschaft der Gemeinde Basadingen-Schlattingen des Bezirks Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz. Am 1. Januar 1999 wurde die ehemalige Gemeinde zur Gemeinde Basadingen-Schlattingen fusioniert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde die Ortschaft im Jahre 897 als Slattingarro. Fundstücke aus der Altsteinzeit sowie aus der Römischen Zeit beweisen, dass sich jedoch schon früher Menschen in dieser Gegend niedergelassen haben. Im Mittelalter verfügten vor allem die Klöster St. Gallen, Münsterlingen, St. Katharinental und Wagenhausen über große Besitztümer innerhalb Schlattingens. Von 1489 bis 1798 übte die Stadt Diessenhofen die Niedere Gerichtsbarkeit in Schlattingen aus. Die Göberg-Familie hatte das Exklusivrecht der Ernennung neuer Priester der Dorfkirche. Nach der Reformation wurde der Ort Teil der Kirchengemeinde Stammheim. 1827 wurde die Schlattinger Kirche Filialkirche Basadingens.[1]

Im 18. Jahrhundert erwarb die Gemeinde weite Teile ihres Grundes, zudem gehörten ihr 1,1 Quadratkilometer Waldfläche. Landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Klee, Früchte und Trauben brachten dem Ort schon früh hohe Gewinne ein. Im 19. Jahrhundert wuchs vor allem die Milchproduktion stark an. Zwischen 1920 und 1980 sank der Anteil der in der Landwirtschaft Erwerbstätigen jedoch von 72 % auf knapp 46 %.[1] In der gleichen Zeitspanne nahm der Anteil des Dienstleistungssektors um etwa 23 % zu. 1945 entstand eine neue Wohnsiedlung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1850: 488
  • 1900: 333
  • 1950: 406
  • 1990: 512[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfons Raimann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau, Band V: Der Bezirk Diessenhofen. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1992 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 85). ISBN 3-909158-73-0. S. 284–304.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schlattingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Schlattingen im Historischen Lexikon der Schweiz