Schlemmin (Vorpommern)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Schlemmin (Vorpommern) führt kein Wappen
Schlemmin (Vorpommern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schlemmin (Vorpommern) hervorgehoben
Koordinaten: 54° 13′ N, 12° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Rügen
Amt: Ribnitz-Damgarten
Höhe: 27 m ü. NHN
Fläche: 21,83 km2
Einwohner: 285 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km2
Postleitzahl: 18320
Vorwahl: 038225
Kfz-Kennzeichen: VR, GMN, NVP, RDG, RÜG
Gemeindeschlüssel: 13 0 73 082
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 1
18311 Ribnitz-Damgarten
Webpräsenz: www.ribnitz-damgarten.de
Bürgermeisterin: Christel Kranz
Lage der Gemeinde Schlemmin (Vorpommern) im Landkreis Vorpommern-Rügen
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Schlemmin ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Vorpommern-Rügen. Die Gemeinde liegt südöstlich von Ribnitz-Damgarten. Bis zum 1. Januar 2005 war die Gemeinde Teil des Amtes Ahrenshagen und ist seitdem Teil des Amtes Ribnitz-Damgarten.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlemmin liegt ca. 18 km östlich von Ribnitz-Damgarten. Die B 105 Rostock-Stralsund verläuft nördlich der Gemeinde. Die Gemeinde liegt in einer sehr waldreichen Umgebung, so das Schlemminer Holz und das Semlower Holz (über fünfzig Prozent der Gemeindefläche sind Wald).

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eickhof
  • Neuenrost
  • Schlemmin

Die Gemeinde war bis 1952 Teil des Landkreises Franzburg-Barth und gehörte danach bis 1994 zum Kreis Ribnitz-Damgarten im Bezirk Rostock.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlemmin ist slawischen Ursprungs. An der Stelle des jetzigen Schlosses befand sich im Mittelalter eine Wasserburg. Die Gemeinde hatte während des Dreißigjährigen Krieges schwer zu leiden. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 schließlich geriet Vorpommern und somit auch der Ort Schlemmin unter schwedische Herrschaft. 1815 kam die Gemeinde und Vorpommern zur preußischen Provinz Pommern.

Das im 14. Jahrhundert aus dem Lüneburgischen zugewanderte Adelsgeschlecht von Thun siedelte sich 1320 hier an und wirkte ununterbrochen fast 600 Jahre. Im Mannesstamm erlosch die Schlemminer Linie 1862, nach dem Tod von Wilhelm Ulrich von Thun. Durch Heiraten dessen Töchter gelangte Schlemmin in den Besitz des Grafen zu Solms-Rödelheim und Assenheim und in weiterer Erbfolge an den Grafen zu Stolberg-Wernigerode (1892–1945). Das neugotische Schloss stammt von 1850. Ende 1944/45 diente das Schloss als Lazarett, nach dem Krieg als Flüchtlingsunterkunft und später als Gästehaus der LPG. Heute befindet sich darin ein Hotel.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Schlemmin
Feldsteinkirche

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Ulrich von Thun (1784–1862 in Schlemmin), Offizier in schwedischen und preußischen Dienst, preußischer Gesandter; er ließ ab 1846 das Schloss bauen.
  • Emma von Thun (1834–1900), Tochter von Wilhelm Ulrich von Thun
  • Otto zu Solms-Rödelheim (1829–1904), preußischer Politiker und Gutsbesitzer in Schlemmin

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schlemmin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien