Schliersee
| Schliersee | ||
|---|---|---|
| Schliersee um 1900 | ||
| Geographische Lage | 51 km südöstlich von München | |
| Zuflüsse | Breitenbach, Trattengraben, Schindelgraben, Mühlgraben, Leitner Graben, Ostergraben | |
| Abfluss | Schlierach, nach 13 km Münd. in die Mangfall | |
| Inseln | Wörth | |
| Orte am Ufer | Schliersee, Fischhausen | |
| Daten | ||
| Koordinaten | 47° 43′ 29″ N, 11° 51′ 44″ O | |
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| Höhe über Meeresspiegel | 776,79 m ü. NN | |
| Fläche | 2,22 km²[1] | |
| Länge | 2,515 km[1] | |
| Breite | 1,253 km[1] | |
| Volumen | 53.130.000 m³[1] | |
| Umfang | 7,4 km[1] [2] | |
| Maximale Tiefe | 40,5 m[1] | |
| Mittlere Tiefe | 23,9 m[1] | |
| Einzugsgebiet | 27,15 km²[1] | |
Der Schliersee ist ein See in den bayerischen Alpen im Landkreis Miesbach.
Inhaltsverzeichnis
Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Schliersee liegt etwa 50 Kilometer südöstlich von München, zwischen Tegernseer Tal und Inntal, nahe der österreichischen Grenze in den Bayerischen Voralpen. Er liegt in einer Höhe von 777 m. ü. NN und hat eine Fläche von 2,22 km². Der See hat eine mittlere Tiefe von 23,9 Metern und eine maximale von 40,5 Metern.[3] Sein Einzugsgebiet misst 27,15 km².[4] Im See befindet sich die 2,4 ha große, mit einem Gasthaus bebaute Insel Wörth. Diese Insel ist der über den Wasserspiegel ragende Teil eines massiven, in ost-westlicher Richtung verlaufenden Querdamms, der den See in zwei Becken gliedert.[5]
Von Nordwesten ragt die Halbinsel Freudenberg in den See, die Teil eines weiteren, nur noch teilweise vorhandenen Querriegels ist, der früher eine Verbindung bis zum Weinberg(hügel) mit der Kapelle St. Georg am Nordostufer des Sees darstellte.
Der See ist Eigentum des Freistaates Bayern, für seine Verwaltung ist die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen zuständig.[6]
Geologisch betrachtet liegt der nördliche Teil des Sees in der Flyschzone, der südliche im nördlichen Kalkalpenzug.
Der Schliersee gehört vollständig zum Markt Schliersee; die Ortsteile Neuhaus und Fischhausen gehören zu den beliebtesten Urlaubs- und Ausflugsregionen Bayerns.
Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Schliersee war längere Zeit in ökologisch bedenklichem Zustand, da er trotz einer Ringkanalisation, die Mitte der 1970er-Jahre fertiggestellt worden war, immer noch eutroph war. Das starke Wachsen der Burgunderblutalge, einer Art der Blaualgen, ließ das Wasser blutrot aussehen. Bald erkannte man, dass die windgeschützte Lage und die lange Eisbedeckung im Frühjahr die natürliche Umwälzung des Wassers hemmten.
Um diesen Zustand zu ändern, installierte man in beiden Becken des Sees 1982 eine linienförmige Druckluftleitung, die den See in drei bis vier Tagen weitgehend umwälzen kann. Diese Maßnahme ist offenbar erfolgreich, da seitdem weder Algenblüten noch Fischsterben nennenswerten Ausmaßes auftraten.[7]
Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Jährlich findet im Juni am Schliersee der Alpen-Triathlon statt. Dieser Triathlon über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Rad fahren, 10 km Laufen) wird seit 2008 als Deutsche Meisterschaft ausgetragen.
In den Sommermonaten von Mai bis September verkehrt täglich ein Linienschiff auf dem See.[8] Im Gegensatz zu den anderen Seen in Oberbayern wird das Schiff nicht von der Bayerischen Seenschifffahrt, sondern von der privaten Schlierseeschifffahrt betrieben.[9] Täglich von 11 bis 17 Uhr finden 45-minütige Rundfahrten statt.[10]
Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- S. v. M., Die Fischer-Lisel, in Die Gartenlaube (1867), Heft 38
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Pegel im Donaugebiet: Schliersee / Schliersee Bayerisches Landesamt für Umwelt: Hochwassernachrichtendienst
Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ a b c d e f g h Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Teil 11 Bayern (PDF; 1,7 MB)
- ↑ errechnet aus der Uferentwicklung
- ↑ [1]
- ↑ Niedrigwasser-Informationsdienst
- ↑ Alois Geistbeck: Die südbairischen und nordtirolischen Seen. In: Zeitschrift des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins, Jahrgang 1885, Band XVI, S. 334–354, hier S. 345–346
- ↑ Schliersee, Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
- ↑ Seetherapie Schliersee – Wasserwirtschaftsamt Rosenheim
- ↑ Schifffahrt bei www.schliersee.de
- ↑ Motorschiff Schliersee III (PDF; 56 kB)
- ↑ Schlierseer Schifffahrt