Schlingentraining

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Schlingentraining in der Gruppe

Schlingentraining (engl. sling training, auch suspension training) ist eine Ganzkörper-Trainingsmethode mit Hilfe von Seil- und Schlingensystemen. Dabei wird mit dem eigenen Körpergewicht als Trainingswiderstand gearbeitet. Außer im Sport wird sie seit ca. 2001 auch zur physiotherapeutischen Behandlung von Rückenschmerzen eingesetzt, allerdings ist die Studienlage dafür schwach.[1] [2]

Schlingentraining in der Natur

Prinzipien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kräftigungsübungen werden mit dem eigenen Körpergewicht ausgeführt und beruhen auf dem Prinzip der Instabilität. Dabei können ganze Bewegungsabläufe simuliert werden. Durch diesen Aspekt soll neben der Kräftigung der Muskeln auch die Muskelkoordination gefördert werden. Der Effekt dieser gewollten Instabilität kann nach einer gewissen Eingewöhnungsphase durch die Hinzunahme einer Umlenkrolle verstärkt werden.

Mit dem Sling-Trainer wird hauptsächlich die Kraftausdauer trainiert. Dabei sollen vor allem die tiefliegenden, gelenksnahen, kleinen Muskeln angesprochen werden. Der Widerstand kann durch den variablen Winkel des Körpers zum Boden verändert werden. Durch einen Karabiner in einen Haken an der Decke, um einen Ast gelegt, an einer Stange befestigt, an Trimm-Dich-Pfaden ist das Trainieren fast überall möglich. Viele Übungen erfordern eine hohe Grund- und Rumpfstabilität.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schlingentraining – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Y. S. Yue, X. D. Wang u. a.: Sling exercise for chronic low back pain: a systematic review and meta-analysis. In: PloS one. Band 9, Nummer 6, 2014, S. e99307, doi:10.1371/journal.pone.0099307, PMID 24919119, PMC 4053356 (freier Volltext) (Review).
  2. J. S. Lee, S. H. Yang u. a.: Effectiveness of sling exercise for chronic low back pain: a systematic review. In: Journal of physical therapy science. Band 26, Nummer 8, August 2014, S. 1301–1306, doi:10.1589/jpts.26.1301, PMID 25202202, PMC 4155241 (freier Volltext) (Review).