Schloss Altenburg (Alsfeld)

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Schloss Altenburg
Schloss Altenburg

Schloss Altenburg

Alternativname(n): Riedeselsches Schloss
Entstehungszeit: 1178 erwähnt
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Schloss erhalten
Ständische Stellung: Freiherren
Ort: Alsfeld-Altenburg
Geographische Lage 50° 43′ 56,6″ N, 9° 16′ 25,3″ OKoordinaten: 50° 43′ 56,6″ N, 9° 16′ 25,3″ O
Schloss Altenburg (Alsfeld) (Hessen)
Schloss Altenburg (Alsfeld)

Das Schloss Altenburg, auch Riedeselsches Schloss genannt, ist eine ehemalige Höhenburganlage und späteres Schloss auf einer Anhöhe über der Schwalm in Altenburg (Am Schlossberg 28), einem Ortsteil der Stadt Alsfeld im Vogelsbergkreis in Hessen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermutlich ist die Entstehungszeit der ehemaligen Burganlage in die Zeit der Merowinger zu datieren. Erstmals wird die Burg 1178 erwähnt und 1193 wird mit Sifridus von Aldinburg erstmals ein Landadliger in Altenburg genannt. Die Aldinburger waren Lehensleute des Klosters Fulda und ihre Burg diente dem Schutz der Besitzungen der Abtei. 1314 wurde die Burg von Landgraf Otto eingenommen, geschleift und 1319 wieder aufgebaut.

In einem Salbuch von 1574 existieren drei Burglehen: Christoph von Liederbach, Stam Rotzmann und der Junker von Lehrbach. Das vierte Lehen der Riedesel von Eisenbach war an die von Liederbach verpfändet, die bis zum Erlöschen ihrer Linie im Jahr 1605 die Burg bewohnten. 1681 nahm Freiherr Hermann XVI. Riedesel die Lehen an sich und siedelte in die Altenburg über, die bis heute im Besitz der Familie ist.

1647 wurde die Burg durch niederhessische Truppen im Zuge des Dreißigjährigen Krieges zerstört, nach 1681 schlossartig erneuert und Mitte des 18. Jahrhunderts ein Herrenhaus errichtet.

Der Nordflügel und der sog. Kirchenflügel, zweigeschossige verputzte Gebäude mit abschließendem Mansarddach, werden in das Jahr 1744 datiert, ein jüngerer Anbau mit Satteldach sowie eine Gruppe von Profanbauten und ein Wohnwirtschaftstrakt werden in das 19. Jahrhundert datiert. Die Fachwerkkonstruktion des Wohnhauses mit doppelt verriegelten Stockwerkstreben ist in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zu datieren. In den Grundmauern des Südflügels finden sich noch Reste der mittelalterlichen Burganlage.

Die von 1748 bis 1750 als Querkirche erbaute evangelische Schlosskirche befindet sich freistehend im Zentrum des Schlossbezirks.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 2. Auflage. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 1995, ISBN 3-86134-228-6, S. 236–237
  • Kathrin Ellwardt: Kirchenbau zwischen evangelischen Idealen und absolutistischer Herrschaft. Die Querkirchen im hessischen Raum vom Reformationsjahrhundert bis zum Siebenjährigen Krieg. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2004, ISBN 3-937251-34-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]