Schloss Costaérès

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Die Insel und das Schloss Costaérès

Das Schloss Costaérès (französisch Château de Costaérès; bretonisch Kastell Kostaerez) ist ein neugotisches Schloss im Département Côtes-d’Armor in Frankreich. Es steht auf einer Felseninsel gleichen Namens vor der bretonischen Nordküste – der sogenannten Côte de Granit Rose – unweit des zur Gemeinde Perros-Guirec gehörenden Strandes von Ploumanac’h, aber noch auf dem Gebiet der Gemeinde Trégastel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingangsbereich des Schlosses Costaérès in Ploumanac'h

Der repräsentative Bau wurde von 1892 bis 1896 als Wohnsitz des litauisch-polnischen Mathematikers, Elektroingenieurs und Erfinders Bruno Abdank-Abakanowicz im neugotischen Stil des Historismus nach dem Vorbild mittelalterlicher Burgen errichtet. Der Ausbau wurde erst nach seinem Tod fertiggestellt. Das Schloss war Treffpunkt vieler polnischer Emigranten wie Aleksander Gierymski, Władysław Mickiewicz, Leon Wyczółkowski und dem polnischen Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz. Sienkiewicz war eng mit Abakanowicz befreundet; sein 1895 erschienener Roman Quo Vadis entstand auf Schloss Costaérès.

Seit 1988 ist es Zweitwohnsitz des deutschen Schauspielers Dieter Hallervorden.

In Sichtverbindung dazu liegt gegenüber auf dem Festland ein Haus, das Albert Eiffel, Gustave Eiffels Sohn, 1903 als Sommerfrische erbaute.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Costaérès – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maison de villégiature dite Villa Ker Awel (fr.)

Koordinaten: 48° 50′ 7″ N, 3° 29′ 33″ W