Schloss Etterzhausen

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Das Schloss Etterzhausen ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Amberger Straße 6/ Wagnerberg im Ortsteil Etterzhausen des Marktes Nittendorf im Landkreis Regensburg (Bayern).

Schloss Etterzhausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg wurde von den Rittern von Etterzhausen erbaut. 1261 wurde ein Ritter Babo von Etterzhausen erwähnt. Spätere Besitzer waren Hugo von Löweneck (1277), die Herren von Dachsöllern, Dietrich von Parsberg (1314), die Familie von Gumprecht, die Herren von Parsberg (1463), Hans Arnold von Zettwitz (1585), Hans Siegmund von Erlbeck (1590), Graf von Bettschart (1793), Georg Friedrich von Dittmer (1799), die Freiherren von Dittmer (Adelsgeschlecht), Adolf von Zerzog, das Kollegiatstift Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle (1843–58), Kommerzienrat Fromm und die Familie Fromm. Die heutige Anlage wurde nach 1590 vom damaligen Besitzer, dem Etterzhausener Hans Siegmund von Erlbeck erbaut. Im Dreißigjährigen Krieg wurde im Jahr 1632 das Dorf Etterzhausen mitsamt dem Schloss von bayerischen Truppen zerstört, die es den Schweden im Verlauf der Kämpfe um Regensburg (1632–1634) erschweren wollten, Regensburg von Norden her zu erreichen[1].Danach wurde das Schloss wieder aufgebaut und 1769 renoviert. Nach 1799 erfolgt durch den damaligen Besitzer Friedrich Freiherr von Dittmer ein Umbau in klassizistischen Formen und eine Erweiterung des Schlosses. 2010 wurde eine Sanierung abgeschlossen. Das Schloss befindet sich seit 1858 im Besitz der Familie Fromm.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss ist ein zweigeschossiger, gegliederter, im Kern aus dem Jahr 1590 stammender Walmdachbau mit Mittelrisalit mit gerundeten Ecken und Kutscheneinfahrt, einem achteckigen Turm mit Kuppel. Rückseitig finden sich Zwerchflügel mit Altanen. Der Landschaftsgarten weist noch Reste von Möblierung auf. Die Einfriedung mit Pfosten, Gusseisenzaun und Gartenmauer mit Inschriftstein (bez. 1696) stammt aus dem 18./19. Jahrhundert. Am Schlosseingang ist das Ehewappen Erlbeck-Reitzenstein zu sehen. Der zugehörige Keller im Hang gegenüber wurde spätestens im 18. oder 19. Jahrhundert angelegt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sixtus Lampl: Oberpfalz (= Denkmäler in Bayern – Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler. Band III). Oldenbourg, München 1986, ISBN 3-486-52394-5.
  • Georg Dehio: Bayern V: Regensburg und die Oberpfalz – Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Drexler Jolanda / Hubel Achim (Bearb.), Deutscher Kunstverlag, 1991

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Etterzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Engerisser Pavel Hrnčiřík: Nördlingen 1634 Die Schlacht bei Nördlingen – Wendepunkt des Dreißigjährigen Krieges. Heinz Späthling, Weißenstadt 2009, ISBN 978-3-926621-78-8, S. 34.

Koordinaten: 49° 1′ 54,7″ N, 11° 59′ 10,3″ O