Schloss Großkühnau

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Schloss Großkühnau
Weinberghaus

Das Schloss Großkühnau ist Teil des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter der Regentschaft von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (* 1740; † 1817) geschaffen wurde. Heute liegt er im Dessau-Roßlauer Stadtteil Großkühnau.

Das Schloss wurde 1780 für den Prinzen Albert Friedrich von Anhalt-Dessau (1750–1811), einem Sohn von Leopold II., errichtet und war sehr einfach und solide eingerichtet. Lediglich der Festsaal im ersten Obergeschoss war mit Dekorationsmalerei ausgestattet.

Der zum Schloss gehörende Kühnauer Park wurde am Südufer des Kühnauer Sees und auf künstlichen Inseln im See angelegt. Er bildet den westlichen Abschluss des Gartenreiches.

Skulpturen und Kleinarchitekturen vervollständigen das architektonische Bild. Das klassizistische Schloss Kühnau sowie die 1828–1830 erbaute neoromanisch-byzantinische Kirche Großkühnau, die erste ihrer Art Deutschlands, wurden ebenfalls in die Gestaltung mit einbezogen.

Das von Ignazio Pozzi 1819–1821 erbaute Weinberghaus ermöglicht einen Ausblick in die Landschaft der Elbe.

Die zum Teil restaurierten Partien mit Obstanlagen und dem Weinberg lassen heute den originalen Charakter des Parkes erkennen.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Schule des Reichsarbeitsdienstes (RAD) wurde das Schloss bereits seit dem 20. August 1932 genutzt.[1]

Seit Januar 1998 ist das Schloss der Sitz der Hauptverwaltung der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Großkühnau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. v. Gönner, 'Spaten und Ähre - Das Handbuch der deutschen Jugend im Reichsarbeitsdienst', Kurt Vowinckel Verlag, Heidelberg-Berlin, 1937, (D. Heim)

Koordinaten: 51° 51′ 14″ N, 12° 10′ 46″ O