Schloss Grohnde

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Schloss Grohnde an der Weser

Das Schloss Grohnde liegt in Grohnde und grenzt an die Weser. Vom 17. bis ins 19. Jahrhundert diente es als Sitz des Amtes Grohnde. Heute gehört die Schlossanlage dem Land Niedersachsen, das sie als Staatsdomäne verpachtet.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weserabseits

Das Schloss ist eine schmucklose Vierflügelanlage mit quadratischem Innenhof. Der mächtige Torturm mit Dachreiter im Nordflügel überragt die übrigen Gebäude. Im Zentrum der Anlage befindet sich das ehemalige Amts- und Pächterhaus der heutigen Domäne. Der Nord- und der Ostflügel entstanden Bauinschriften zufolge im Jahr 1649. Im 18. Jahrhundert wurde der repräsentative zweigeschossige Mitteltrakt zur Weser mit zwei Eckrisaliten errichtet. Südlich des Schlosses an der Weser befindet sich ein der ehemalige Landschaftspark des Schlosses und nördlich die Grohnder Fähre. Das gesamte Schloss- und Parkgelände ist von einer Bruchsteinmauer umgeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Grohnde, Stich von Matthäus Merian (1654)

Ein Vorgängerbau als Wasserburg stammt aus der Zeit um 1300. Seit 1408/09 im Besitz der Welfen, war die Anlage bis ins 17. Jahrhundert meist verpfändet. 1557–1559 wurde ein dreigeschossiger Anbau errichtet, wobei nicht bekannt ist, ob dabei mittelalterliche Grundmauern einbezogen wurden. Später baute der Kriegsobrist Georg von Holle das Schloss weiter aus. Vor und nach ihm saßen die von Münchhausen auf dem Besitz. Letzter Pfandinhaber war Statius von Münchhausen, der das Amt des Drosten ausübte. 1619 wurde das Lehen eingezogen und das Amt Grohnde gegründet, das während seines Bestehens bis ins 19. Jahrhundert seinen Sitz im Schloss hatte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Maresch, Doris Maresch: Schloss Grohnde, in: Niedersachsens Schlösser, Burgen & Herrensitze, Husum Verlag, Husum 2012, ISBN 978-389876-604-3.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schloss Grohnde – Sammlung von Bildern
  • Eintrag von Stefan Eismann zu Schloss Grohnde in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts
  • Rekonstruktionszeichnung von Schloss Grohnde im Bauzustand in der Mitte des 17. Jahrhunderts von Wolfgang Braun
  • Eintrag zu Schloss Grohnde in der privaten Datenbank „Alle Burgen“.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Domänen des Landes Niedersachsen als Beschreibung beim Amt für regionale Landesentwicklung Leine Weser
  2. Maresch, Hans und Doris: Niedersachsens Schlösser, Burgen & Herrensitze als Buchtitel mit Inhaltsverzeichnis bei Verlagsgruppe Husum

Koordinaten: 52° 1′ 6″ N, 9° 25′ 19″ O