Schloss Hackhausen

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Schloss Hackhausen
Brücke
Nebengebäude

Das Schloss Hackhausen ist ein Wasserschloss des Rokoko in der bergischen Großstadt Solingen. Die Geschichte des Adelssitzes reicht bis in das Mittelalter zurück. Das heute noch vorhandene Schloss stammt jedoch in weiten Teilen aus dem Jahre 1907, da es nach einem Brand neu errichtet wurde.

Das Schloss steht seit dem 18. September 1984 unter Denkmalschutz.[1]

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss befindet sich abseits der Landesstraße 288, der Bonner Straße, im Stadtteil Ohligs am Rande der Ohligser Heide. Das Schloss präsentiert sich als quaderförmiger, zweigeschossiger Putzbau mit Mansarddach, das durch seine Dachfenster und eine kleine Kuppel im Stil des Rokoko dominiert wird. Die grünen Fensterläden verraten den Einfluss des Bergischen Stils. Das Schloss befindet sich inmitten eines kleinen Wassergrabens, der Zugang erfolgt über einen steinernen Überweg.

Die um diverse Nebengebäude erweiterte Anlage befindet sich heute in Privatbesitz und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wurzeln des Hofes Hackhausen liegen wahrscheinlich im Mittelalter. Aus derselben Zeit stammte vermutlich auch eine erste Wasserburg am gleichen Standort. Im 15. Jahrhundert gerieten die Herzoge von Berg durch Erbschaft in den Besitz des Schlosses. Aufgrund von Geldnot veräußerte Herzog Wilhelm von Jülich und Berg das Schloss jedoch bereits im Jahre 1485. So gelangte die Familie von Bottlenberg-Kessel in den Besitz des Schlosses.[2]

Die alte Wasserburg war in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stark verfallen. Die Besitzerfamilie von Bottlenberg-Kessel ließ sie daher im Jahre 1772 abbrechen und durch ein größeres Wasserschloss im Stil des Rokoko ersetzen. Jener Bau war durch eine Zugbrücke über den Wassergraben an seine Umgebung angeschlossen.

Am 22. April 1887 wurde das Schloss durch den Gutsverwalter in Brand gesetzt und brannte daraufhin mitsamt der Wirtschaftsgebäude ab, lediglich im Erdgeschoss blieben einige Mauern des Schlosses stehen. In der Folgezeit wurde das Untergeschoss notdürftig wieder hergestellt. 1891 wurde das Areal zunächst an einen Ökonomen und später, im Jahre 1893 an die Kaufleute August von Recklinghausen und Richard Berg verkauft. Diese ließen das Schloss nach alten Plänen auf Basis von Entwürfen des Architekten Paul Schultze-Naumburg im Jahre 1907 wiedererrichten.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Hackhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Denkmalliste Solingen, Stadt Solingen, 2. Dezember 2013, abgerufen am 8. Mai 2015 (PDF, Größe: 129 kB).
  2. Geschichte des Schlosses auf zeitspurensuche.de, abgerufen am 8. Mai 2015
  3. Geschichte des Schlosses (Fortsetzung) auf zeitspurensuche.de, abgerufen am 8. Mai 2015

Koordinaten: 51° 9′ 5″ N, 6° 59′ 31″ O