Schloss Hinnenburg

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Schloss Hinnenburg um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Das heutige Schloss Hinnenburg befindet sich auf einer 282 m hohen Bergkuppe bei Brakel im Kreis Höxter.

Burgbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das dreistöckige Bauwerk verfügt über einen Turm, der in südliche Richtung angelegt ist. Eine Besonderheit sind die noch heute erhaltenen wertvollen Stuckarbeiten im Inneren sowie das berühmte Asseburger Archiv, das jedoch nicht öffentlich zugänglich ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich erwähnt wurde die Burg erstmals im Jahre 1237. Damals diente sie als Wohnsitz des Ritters Berthold von Brakel. Es war einer der Hauptsitze des Adelsgeschlechts von Brakel. Der Besitz ging später durch Erbfolge an das Geschlecht der Asseburger bzw. derer von Bocholtz über.

Das dreiflügelige Renaissancebauwerk wurde ursprünglich um 1600 errichtet. Etwa im Jahre 1658 wurde es um die Schlosskapelle erweitert. Ein weiterer Ausbau im barocken Stil erfolgte im 18. Jahrhundert unter dem kurkölner Minister Hermann Werner von der Asseburg.

Heutige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss ist im Privatbesitz der Familie Asseburg-Falkenstein-Rothkirch und kann nicht besichtigt werden. Lediglich außen um die Burganlage angelegte Wanderwege können öffentlich genutzt werden.

Besondere Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die über ihre Mutter mit der Familie Asseburg verwandt war, weilte in ihrer Jugend öfters auf der Hinnenburg.

Ein Feuer am 19. Dezember 1910 vernichtete weitgehend die Wirtschaftsgebäude auf der Hinnenburg. Am 15. November 1934 kam es abermals zu einem verheerenden Brand auf der Burg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm Anton von der Asseburg, 52. Fürstbischof des Fürstbistums Paderborn wurde auf Schloss Hinnenburg am 16. Februar 1707 geboren.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1970 wurde die Gemeinde Hinnenburg in die Stadt Brakel eingegliedert.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 107.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 44′ 24″ N, 9° 10′ 48″ O