Schloss Kozel

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Innenhof

Schloss Kozel (deutsch Waldschloss) liegt am Rande der Gemeinde Šťáhlavy südöstlich von Pilsen in Tschechien.

Es gehört zu den meistbesuchten Denkmalobjekten in Westböhmen. Ende des 18. Jahrhunderts wurde es als vierflügeliges einstöckiges Gebäude um einen rechteckigen Innenhof erbaut. Den Entwurf lieferte Architekt Johann Ignaz Palliardi, geleitet wurde der Bau vom Baumeister Václav Haberditz. Später wurde noch eine Kapelle, eine Reithalle und Pferdestall, dem gegenüber sich das Lakaienhaus befindet errichtet. Die Innendekoration nahm der berühmte Prager Maler und Dekorateur Antonín Tuvora vor, der mit der Al secco-Technik die Wandflächen der meisten Räume ausschmückte. Das ursprüngliche Mobiliar stammt aus der Zeit des Rokoko und des Klassizismus.

Ein großer Teil der umfangreichen Bibliothek des Anton Heinrich Friedrich von Stadion, Staatsminister von Kurmainz, soll sich heute hier aus dem seinem Besitz von Schloss Warthausen befinden. 1400 Bände (550 Werke).

Das Hauptgebäude des Schlosses wurde von dem Prager Architekten Václav Haberditz für den königlichen Oberhofjägermeister Johann Adalbert Czernin von und zu Chudenitz entworfen. Palliardi ergänzte es bald darauf um die Schlosskapelle, die Manege, den Pferdestall und die Lakaienkammer. Das Schloss ist von einem großen Landschaftspark mit einer Reihe von exotischen aus der ganzen Welt importierten Bäumen umgeben. Nach dem Tod von Jan Václav Černín ererbten den Gutsbesitz von Šťáhlavy die Grafen von Waldstein, die bis 1945 Besitzer waren.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schloss Kozel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

49.67037713.53063Koordinaten: 49° 40′ 13″ N, 13° 31′ 50″ O