Schloss Oberaufseß

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Koordinaten: 49° 53′ 33″ N, 11° 13′ 33″ O

Oberaufseß
Gemeinde Aufseß
Höhe: 429 m ü. NHN
Einwohner: 19 (1987)[1]
Postleitzahl: 91347
Vorwahl: 09198
Schloss Oberaufseß, 1994
Schloss Oberaufseß, 1994

Das Schloss Oberaufseß ist ein Ortsteil der in Oberfranken gelegenen Gemeinde Aufseß.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberaufseß befindet sich im Westen des Landkreises Bayreuth, etwa einen halben Kilometer nordnordwestlich von Aufseß und liegt am westlichen Rand des Aufseßtales auf einer Höhe von 429 Metern.

Baubeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss besteht aus einem Wohngebäude an der südöstlichen Ecke und den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden. Die gesamte Anlage ist von einer Außenmauer umgeben, die an den Ecken durch vier Rundtürme verstärkt ist. Das Torhaus befindet sich auf der Nordseite der Anlage. An der stumpfwinkligen Südseite befindet sich ein weiterer, bastionsartig ausgebauter Turm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Herren von Aufseß

Der Name Oberaufseß wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1326 erwähnt. Dabei bezieht sich der Name jedoch nicht auf eine Burg, sondern nur auf das Gebiet.

Im Jahre 1676 kam die Burg Aufseß, später auch Unteraufseß genannt, an die Brüder Friedrich und Karl Heinrich von Aufseß. Aufgrund von Streitigkeiten unter diesen beiden Brüdern ließ Karl Heinrich von Aufseß ab 1690 das Schloss Oberaufseß erbauen. Bei der Anlage handelt es sich um ein für diese Zeit relativ stark befestigtes Schloss. 1692 versuchten Bamberger Truppen vergeblich, es zu erobern. Das Schloss ist noch Eigentum der Herren von Aufseß und dient der Familie als Wohnsitz.

Durch die zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Königreich Bayern durchgeführten Verwaltungsreformen wurde der Ort zu einem Bestandteil der eigenständigen Landgemeinde Aufseß, zu der auch noch das Dorf Heckenhof gehörte.[3] Im Jahr 1987 zählte Oberaufseß 19 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Oberaufseß

In Oberaufseß befinden sich mehrere Baudenkmäler, das bedeutendste ist dabei das Schloss, ein aus dem Jahr 1690 stammender dreigeschossiger Halbwalmdachbau.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Oberaufseß

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anbindung an das öffentliche Straßennetz wird durch eine Gemeindestraße hergestellt, die etwa 300 Meter nordöstlich des Ortes in die Staatsstraße 2189 einmündet.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kai Kellermann: Herrschaftliche Gärten in der Fränkischen Schweiz - Eine Spurensuche. Verlag Palm & Enke, Erlangen/ Jena 2008, ISBN 978-3-7896-0683-0, S. 138–149.
  • Toni Eckert, Susanne Fischer, Renate Freitag, Rainer Hofmann, Walter Tausendpfund: Die Burgen der Fränkischen Schweiz – Ein Kulturführer. Gürtler Druck, Forchheim 1997, ISBN 3-9803276-5-5, S. 108–110.
  • Gustav Voit, Walter Rüfer: Eine Burgenreise durch die Fränkische Schweiz – Auf den Spuren des Zeichners A. F. Thomas Ostertag. 2. Auflage. Verlag Palm & Enke, Erlangen 1991, ISBN 3-7896-0064-4, S. 136–138.
  • Hellmut Kunstmann: Die Burgen der nordwestlichen und nördlichen Fränkischen Schweiz. Nachdruck der Auflage von 1972. Kommissionsverlag Degener & Co, Neustadt an der Aisch 2000, ISBN 3-7686-9265-5, S. 78–85.
  • Hans Max von Aufseß: Don Quijote in Franken. Romantik und Wirklichkeit der fränkischen Schlösser. Illustrationen von Prof. Hanns Erich Köhler. Verlag Nürnberger Presse, Nürnberg 1965, DNB 57206814X.
  • Hans Max Freiherr von und zu Aufseß, Erna Lendvai-Dircksen: Burg Aufseß. Lebensbild einer fränkischen Ritterburg. Eigenverlag der Familie von Aufseß, 1956, OCLC 260054766.
  • Ernst Freiherr von und zu Aufseß: Geschichte von Oberaufseß. o.O. 1890, DNB 579116654.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Oberaufseß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahl von Oberaufseß (1987)
  2. Oberaufseß in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland (1970-1982), Seite 667