Schloss Oberstein

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Schloss Oberstein
Schloss Oberstein

Schloss Oberstein

Alternativname(n): Neues Schloss, Neue Burg, Neuerburg, Burg Oberstein
Entstehungszeit: 1320
Burgentyp: Höhenburg
Ort: Idar-Oberstein-Oberstein
Geographische Lage 49° 42′ 23,4″ N, 7° 19′ 39,2″ OKoordinaten: 49° 42′ 23,4″ N, 7° 19′ 39,2″ O
Höhe: 370 m ü. NHN
Schloss Oberstein (Rheinland-Pfalz)
Schloss Oberstein

Das Schloss Oberstein, im Volksmund auch „Neues Schloss“ genannt, ist eigentlich eine mittelalterliche Höhenburg, die sich über dem oberen Stadtteil Oberstein von Idar-Oberstein im Landkreis Birkenfeld im Hunsrück befindet.

Nachtansicht Schloss Oberstein

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss Oberstein liegt westlich von dem „Kirchenfelsen“, einem schroffen Felsenriff über einer Felsenkirche, der bekannten Felsenkapelle von Idar-Oberstein, über dem Nahetal neben der Ruine Burg Bosselstein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1320 wurde Schloss Oberstein erbaut und 1330 erstmals urkundlich erwähnt als „das Haus über dem Haus zum Steine“, womit die alte Burg Bosselstein gemeint war. Besitzstreitigkeiten zwischen den Herren von Oberstein und deren Verwandten, den Herren von Daun-Oberstein um die Burg Bosselstein, führten zur Erbauung durch die Daun-Obersteiner. Bereits 1330 ist die Anlage trierer Lehen. Das Schloss war bis 1624 ständige Residenz der aus den Herren von Oberstein hervorgegangenen Grafen von Daun-Oberstein und danach Verwaltungssitz. 1697, im Zuge der Reunionskriege, wurden von französischen Truppen die vier Rondelle durch Sprengung geschleift und 1855 wurde das Schloss durch Brand zerstört. Seit 1981 wird die Anlage ständig restauriert.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schlossanlage bestand aus vier Ecktürmen, einer dreieckigen Kernanlage und einem Torhaus mit spätgotischem Erker. Das Torhaus war im Ursprung eine doppelstöckige Verteidigungskanzel die auch noch durch einen Fallschacht gesichert war. Ältester Teil ist ein trapezförmiger Bau mit einer Ecktourelle. Um diesen Baukörper herum gruppieren sich weitere Wohngebäude aus verschiedenen Erbauungszeiten. Die seit 1981 restaurierten Räume werden heute für festliche Anlässe genutzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Thon, Stefan Ulrich u. Achim Wendt, „… wo trotzig noch ein mächtiger Thurm herabschaut“. Burgen im Hunsrück und an der Nahe, Regensburg: Schnell & Steiner 2013, ISBN 978-3-7954-2493-0, S. 122-127.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]