Schloss Sauerbrunn

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Vischer - Topographia Ducatus Stiriae - 370 Sauerbrunn bei Judenburg.jpg
Älteste Ansicht aus Georg Matthäus Vischers Topographia Ducatus Stiriae von 1681
265 Schloss Sauerbrunn, Pöls - J.F.Kaiser Lithografirte Ansichten der Steiermark 1830.jpg
Schloss Sauerbrunn 1830
Schloss Sauerbrunn bei Judenburg 1909.jpg
Zustand 1909
Blick auf Schloss Sauerbrunn in der Gegenwart

Das Schloss Sauerbrunn ist ein denkmalgeschütztes Objekt in der Gemeinde Pöls-Oberkurzheim im steirischen Bezirk Murtal in Österreich auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Thalheim unweit der Bundesstraße 114a am Pölshals am Südhang des Murtales. Darunter befinden sich zwölf Mineralquellen, nach denen das Schloss seinen Namen erhalten hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seitenflügel mit Rundbogen-Wappenportal aus dem 16. Jahrhundert

Das Schloss Sauerbrunn wurde in den Jahren 1547 bis 1552 vom Freiherren Franz von Teuffenbach in unmittelbarer Nähe von Sauerbrunnquellen erbaut und vom ihm 1567 zu einer Spitals- und Armenhausstiftung umgewandelt. Diese Stiftung besteht noch heute. Etwa in gleicher Zeit entstand auch die benachbarte befestigte Sternschanze. Nach den Teuffenbachs übernahmen die Freiherren von Saurau das Schloss.

Seit dem Jahre 1578 wird das Wasser der Mineralquellen als Thalheimer Sauerbrunn bezeichnet und als Heilwasser vertrieben.

Der Nord- und Westtrakt des Schlosses sind teilweise abgetragen worden. Der an der Südecke befindliche basteiartige Turm mit seinem zeltförmigen Dach wurde um das Jahr 1600 erbaut. Auf der Ostseite über dem rundbogigen Einfahrtsportal befindet sich das Wappen der Freiherren von Teuffenbach. Im ersten Obergeschoss des Schlosses Sauerbrunn hat sich eine hölzerne Kassettendecke bis heute erhalten.

Das Schloss wurde auf der Basis eines Pachtvertrages vom 20. Jahrhundert bis zum Jahre 2001 als Abfüllanlage des „Thalheimer Schlossbrunnens“ (früher Thalheimer Sauerbrunn) genutzt. Im Jahre 2008 erfolgte der Verkauf der Schlossanlage seitens der Stiftung an einen Unternehmer.[1]

Das Schloss steht unter der Nummer 36658[2] auf der Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pöls-Oberkurzheim.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herwig Ebner: Burgen und Schlösser im Ennstal und Murboden, 1963.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Sauerbrunn, Pöls – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag bei burgen-austria.com (Stand: 2009)
  2. [1]

Koordinaten: 47° 12′ 32″ N, 14° 34′ 23″ O