Schloss Schkopau

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Schloss Schkopau

Das Schloss Schkopau ist ein Schloss am Ostrand von Schkopau in Sachsen-Anhalt. Es liegt auf einem Hügel zwischen dem Ort und der Saale.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Schkopau um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Der Ursprungsbau wurde vermutlich im neunten Jahrhundert als karolingische Befestigung erbaut und im zwölften Jahrhundert als die Burg Scapowe ausgebaut. 1215 fand der Ort erstmals urkundliche Erwähnung, als Kaiser Friedrich II. die Reichsburg dem Erzstift Magdeburg schenkte. 1444 fiel das hus tu Schapow an den Bischof von Merseburg und 1477 an die Familie von Trotha. Von 1554 bis 1558 wurden die südlichen Burgteile zu einem Wohnschloss umgebaut und der mittelalterliche Bergfried mit 11 Metern Durchmesser in den Neubau integriert. 1830 machte ein Brand den Wiederaufbau des Nordtraktes erforderlich. 1876 wurde das Schloss im Neorenaissance-Stil umgebaut.

Als in den 1930er Jahren der Bau der Buna-Werke geplant wurde, standen die Standorte Döllnitz oder Schkopau zur Auswahl. Ein Mitglied der Familie von Trotha, ein General, konnte in Berlin die Entscheidung zugunsten von Schkopau beeinflussen. Dadurch konnte die Familie ihr Land an die I.G. Farbenindustrie AG verkaufen und sich so finanziell sanieren.

1945 wurde die Familie von Trotha im Rahmen der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet.

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute wird das Schloss als Hotel genutzt. Der Bergfried kann bestiegen werden und bietet einen kontrastreichen Überblick: Im Westen Chemiepark und Kohlekraftwerk, im Norden und Osten die Saale-Elster-Aue mit der Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle.

Die Hotelanlage gehört seit 2007 der Sauske Management GmbH, von der sie auch betrieben wird. Alleiniger Gesellschafter und gleichzeitiger Direktor ist Kai-U. Sauske.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bruno J. Sobotka (Hrsg.): Burgen, Schlösser und Gutshäuser in Sachsen Anhalt. Photographien von Jürgen Strauss. Veröffentlichungen der Deutschen Burgenvereinigung e. V. Theiss Verlag, Stuttgart 1994, ISBN 3806211019, S. 64, 369 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schloss Schkopau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 23′ 34,8″ N, 11° 59′ 3,6″ O