Schloss Wallerstein

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Südflügel des Schlosses
Ostfront des Schlosses
Reithalle, erbaut nach dem Vorbild der Wiener Hofreitschule
Historische Parkordnungstafel

Schloss Wallerstein ist eine Dreiflügelanlage mit einer klar gegliederten klassizistischen Fassade. Es liegt im Markt Wallerstein im schwäbischen Landkreis Donau-Ries. Das Schloss ist im Besitz der Familie Oettingen-Wallerstein.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst 1803 ernannte Fürstin Wilhelmine zu Oettingen-Wallerstein Johann Melchior Hochstatter zu ihrem Baudirektor, der die Untere Residenz mit seinen vier Gebäuden zu einem Schloss zusammenfügen sollte:

„Begonnen wurde im Frühjahr 1805 mit den beiden Gebäuden der Südseite, mit dem Grünen Haus und dem Welschen Bau. Ihre Grundrisse von unterschiedlicher Breite kann man an dem Rücksprung der Südfront westlich vom Treppenhaus noch heute ablesen… Die Zimmerfluchten der beiden oberen Stockwerke aber, deren Fenster sämtlich in den Schloßhof und damit nach Norden gehen, waren gewiß Teil des Neubaukonzepts: In einem entsprechend aufgestockten Gegenüber an der Nordseite des Hofes hätten die Zimmer der Sonne zu gelegen. Als aber der Südflügel Ende 1805 der Vollendung nahe war, kam mit dem Frieden von Preßburg das Ende des Alten Reiches, kam die Eingliederung in das Königreich Bayern… Für einen mediatisierten Fürsten aber mußte genügen, was bis dahin am Residenzschloß in Wallerstein gebaut war. So blieb der Ausbau der Residenz unvollendet.[2]

Teil der Schlossanlage ist ein der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglicher Hofgarten im englischen Stil, der im Wesentlichen auf einen Plan von Michael Anton Koch aus dem Jahr 1826 zurückgeht. Im Hofgarten befindet sich noch die nach dem Vorbild der Wiener Hofreitschule erbaute Reitschule mit einem Museum für Wagen- und Reitsport,[3] das Jagdschloss,[4] das Teehaus (einst ein Gewächshaus) sowie das Anfang des 19. Jahrhunderts erbaute Moritzschlösschen.[5]

Auf Anfrage können Schloss Wallerstein und die original eingerichteten Wohnräume (Esszimmer mit Porzellansammlung, Salons, Schlafzimmer, Uniformenzimmer, Festsaal etc.) besichtigt und für Privatveranstaltungen gemietet werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volker von Volckamer: Aus dem Land der Grafen und Fürsten zu Oettingen. Kalenderbilder und Kalendergeschichten, Wallerstein 1995

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Wallerstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fürst Wallerstein Startseite
  2. Volker von Volckamer: Aus dem Land der Grafen und Fürsten zu Oettingen. Kalenderbilder und Kalendergeschichten, Wallerstein 1995, S. 451 f
  3. Fotos Hofreitschule, Wallerstein - Globopix
  4. Fotos Jagdschloss, Wallerstein - Globopix
  5. Fotos Moritzschlösschen, Wallerstein - Globopix

Koordinaten: 48° 53′ 19,7″ N, 10° 28′ 13,9″ O