Schlosskirche (Lutherstadt Wittenberg)

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Schlosskirche Lutherstadt Wittenberg
UNESCO-Welterbe-Emblem UNESCO-Welterbe

Schlosskirche Wittenberg
Schlosskirche Wittenberg
Staatsgebiet: DeutschlandDeutschland Deutschland
Typ: Kultur
Kriterien: (iv)(vi)
Referenz-Nr.: 783
UNESCO-Region: Europa und Nordamerika
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 1996  (Sitzung 20)

Die Schlosskirche, auch Kirche der Reformation, ist eine evangelische Kirche in Lutherstadt Wittenberg und seit 1996 UNESCO-Welterbestätte.[1] Sie gilt als Ausgangspunkt der Reformation, nachdem am 31. Oktober 1517 Martin Luther von hier aus seine 95 lateinischen Disputationsthesen verbreitet hatte. Sie gehört zu den Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schlosskirche liegt im Westen der Altstadt von Wittenberg am Ende der vom Markt kommenden Schlossstraße. Sie ist baulich mit dem Schloss Wittenberg verbunden und bildet den nördlichen Seitenflügel der nach Osten offenen Dreiflügelanlage des Schlosses. Der Zugang in die Kirche erfolgt durch ihre Nordseite.

Die Kirche ist nicht streng geostet. Ihre Längsachse weicht um etwa 14 Grad nach Süden von der Ostrichtung ab.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Schloss an heutiger Stelle und mit ihm die früheste Schlosskirche, die Kapelle aller Heiligen, wurde um 1340 durch den Askanier Rudolf I. gebaut. Am 6. Mai 1346 wurde die Stiftung „Allerheiligen“ errichtet, die sich im neu errichteten askanischen Schloss befand. Die vom askanischen Herzog Rudolf I. gestiftete Kapelle „Aller Heiligen“ wurde darin dem direkten Recht des römischen Stuhls unterstellt. Am 24. Februar 1361 stattete Herzog Rudolf II. die „Allen Heiligen“ gestiftete Kapelle mit Einkommen aus, gab ihr Statuten und regelte ihre Gottesdienstordnung. Diese Regelungen galten auch unter den nachfolgenden Herrschern. 1400 wurden auf Weisung des Papstes Bonifatius IX. die Stadtkirche St. Marien und die Marienkapelle auf dem Apollensberg der Schlosskirche unterstellt. 1415 wurde unter Rudolf III. die Kapelle auf den Dachboden der heutigen Schlosskirche an einen helleren Ort verlegt, um eine größere Zahl von Besuchern zu bewältigen.

Schlosskirche Wittenberg (1509), nach L. Cranach d. Ä.
Der Kirchenraum um 1730
... und 1832

1490 bis 1515 ließ Friedrich der Weise das gesamte Schloss neu errichten. Die Schlosskirche bildet seitdem den Nordflügel. Sie wurde am 17. Januar 1503 geweiht. Friedrich der Weise legte in ihr eine umfangreiche Reliquiensammlung an, die Wallfahrer von weither anzog, und stattete sie entsprechend aufwändig aus.

Nach der Gründung der Wittenberger Universität Leucorea im Jahre 1502 wurde ihr die Schlosskirche 1507 als Universitätskirche beigestellt, und die Kirche entwickelte sich dadurch zur akademischen Weihestätte. Hier erhielten die Studenten ihre Promotionen, hier hielt Philipp Melanchthon seine berühmte Antrittsrede, es wurden Andachten in der Kirche durchgeführt, und die akademischen Würdenträger der Universität wurden hier beigesetzt. Einige dieser Würdenträger sind heute noch an den Mauern in ihren Epitaphen zu erkennen.

Das Hauptportal, damals aus Holz, wurde von den Universitätsangehörigen zum Anheften von Informationen genutzt. Martin Luther, Konventuale des Augustinerklosters und Theologieprofessor, soll hier am 31. Oktober 1517, dem Vorabend des Patronatstags der Schlosskirche, seine 95 Thesen angeschlagen haben, um zur Disputation über den Ablasshandel aufzufordern. Das war der Auslöser der Reformation. Ob der Thesenanschlag aber tatsächlich in dieser Form stattgefunden hat, ist umstritten.[2] Nachgewiesen ist, dass Luther die Thesen an dem Tag handschriftlich an zwei Bischöfe und in der Folgezeit an weitere Theologen versandte.[3]

1525 wurde Friedrich der Weise in der Schlosskirche begraben. Im selben Jahr wurde der lutherische Gottesdienst in der Kirche eingeführt. 1546 erhielt Martin Luther, 1560 Philipp Melanchthon sein Grab in der Schlosskirche.

Im Siebenjährigen Krieg brannte 1760 die Kirche aus. Die Innenausstattung ging großteils verloren, der Außenbau wurde bis 1770 verändert wieder aufgebaut. Dabei wurde der Schlossturm zum Kirchturm umgebaut. Neue Schäden vor allem am Turm erlitt die Kirche 1814 durch die Erstürmung Wittenbergs während der Befreiungskriege. Dabei sind die größten Teile der Inneneinrichtung der Kirche mit ihren wertvollen Kunstwerken und Reliquien verlorengegangen. Einzig erhalten sind die Kunstdenkmäler aus Metall, im Besonderen das Grabmal Friedrich des Weisen, das der bekannte Bronzegießer Peter Vischer in Nürnberg 1527 erschuf.

1815 kam Wittenberg nach dem Wiener Kongress zu Preußen. Nachdem die Wittenberger Universität 1817 nach Halle (Saale) verlegt worden war, wurde die Schloss- und Universitätskirche dem neugegründeten Evangelischen Predigerseminar[4] zur Nutzung übergeben.

Anstelle der 1760 verbrannten hölzernen Thesentür stiftete der Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. die in Bronze gegossene Thesentür zum 375. Geburtstag Martin Luthers am 10. November 1858 mit einer Einweihungszeremonie.

Anlässlich von Martin Luthers 400. Geburtstag 1883 begann unter Leitung von Friedrich Adler ein tiefgreifender Umbau der Kirche im neugotischen Stil als „Denkmal der Reformation“, der 1892 abgeschlossen war. Dabei wurde ihr innerer Kern vollkommen neu nach historischen Aufzeichnungen gestaltet und die Haube des Schlosskirchturms neu errichtet. Am 31. Oktober 1892 wurde die umgestaltete Kirche in Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. und im Rahmen eines historischen Festzugs[5] neu geweiht.

Im Jahr 1949 wurde die Schlosskirchengemeinde gegründet, um der Kirche neben dem Predigerseminar eine eigene Gemeinde zuzuordnen.[6]

Anlässlich der 500-Jahr-Feier des Geburtstages von Martin Luther 1983 wurden in der Schlosskirche zwölf Glasfenster mit den Porträts der dreizehn wichtigsten Reformatorenschüler Luthers eingeweiht. Der Lutherische Weltbund hatte damit die Hallenser Künstlerin Renate Brömme beauftragt, die die Glasmalereien in einem adaptiv zeitlosen Stil umsetzte.

Von 1978 bis 1992 wirkte an dieser Kirche der Prediger Friedrich Schorlemmer, der mit der Aktion des symbolischen Umschmiedens eines Schwertes zu einer Pflugschar – einem Hoffnungszeichen der DDR–Friedensbewegung – international bekannt wurde.

1999/2000 wurden der Dachstuhl saniert und das Dach nach dem Vorbild von 1892 neu gedeckt.

Mit Blick auf das 500. Jubiläum des Thesenanschlags 2017 erfolgte eine umfassende Sanierung des Gotteshauses. Sie kostete rund 8,2 Millionen Euro.[7] Am 2. Oktober 2016 erhielt die Schlosskirche von der dänischen Königin Margrethe II. einen von ihr entworfenen Altarbehang als königliches Gastgeschenk zur Wiedereröffnung der restaurierten Schlosskirche.[8][9]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Netzgewölbe der Decke
Inschrift am Turm

Die Schlosskirche Wittenberg ist eine einschiffige Wandpfeilerkirche über fünf Joche und einer Apsis mit 5/8-Schluss. Das hintere Joch nimmt die Orgelempore ein. Eine umlaufende steinerne Empore ist flachbogengestützt. Die Decke überzieht ein feingliedriges Netzgewölbe.

Das Dach ist mit bunt glasierten Dachziegeln in einem Rautenmuster gedeckt. Es trägt einen Dachreiter in gotischem Stil und einige Gauben mit zeltförmigem Aufbau. Die gotischen Spitzbogenfenster zwischen den äußeren Stützpfeilern sind zweigeteilt. Den westlichen Giebel ziert ein gotisches Maßwerk.

Hauptblickfang ist der Turm. Er ist einer der beiden Schlosstürme, der zum Kirchturm umfunktioniert wurde. Auf einem wuchtigen runden Schaft trägt er eine filigran verzierte, kupfergedeckte neugotische Turmhaube (1885/92) und erreicht so eine Höhe von 88 Metern. Damit ist er von weitem sichtbar und stadtbildprägend. Unterhalb der Haube umschließt ihn ein Spruchband aus Mosaiksteinen, auf dem die Worte des Kirchenliedes Martin Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“ zu lesen sind.

Thesentür[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thesentür

Die alte Tür der Wittenberger Schlosskirche, an die laut der Überlieferung Martin Luther 1517 seine 95 Thesen angeschlagen haben soll, wurde im 1760 durch einen Brand zerstört und wieder durch eine hölzerne ersetzt. An den Thesenanschlag erinnert heute die bronzene sogenannte Thesentür, die 1858 der preußische König Friedrich Wilhelm IV. der Stadt Wittenberg schenkte. Sie enthält den Text der 95 Thesen Luthers und ist bekrönt mit musizierenden Knaben. Nach Zeichnungen Ferdinand von Quasts und Modellen von Friedrich Drake wurde sie gegossen vom Erzgießer Friebel aus Berlin.[10][11]

Das kräftig profilierte Gewände der Kirchentür ist noch ursprünglich; zu beiden Seiten des Scheitelsteins sieht man die Jahreszahl 1499. 1845 wurden auf hohen, wappengeschmückten Postamenten die Figuren Kurfürst Friedrichs des Weisen und Herzog Johanns des Beständigen von Friedrich Wilhelm Holbein über das Portal gesetzt. Die Entwürfe hierfür stammen von Friedrich Drake. Im Bogenfeld befindet sich ein Kruzifix mit Luther und Melanchthon vor der Wittenberger Stadtsilhouette in Lavamalerei von August von Kloeber. Die Zwickel der rechteckigen Umrahmung enthalten eine kaum noch lesbare Inschrift in Kapitalen, die an den Brand von 1760 und die darauf folgende Instandsetzung erinnert.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenansicht der Kirche

Die Ausstattung des Kirchenraumes entspricht im Wesentlichen der Erneuerungsphase zum Ende des 19. Jahrhunderts. Im Zentrum des Chorraumes steht der Altar aus französischem Sandstein in einer filigranen, gotisierenden Form. Unter Arkaden aus gotischem Maßwerk steht Christus, begleitet von den Aposteln Petrus und Paulus.

Das aufwendig gestaltete Chorgestühl – Fürstengestühl genannt, da von den deutschen Fürsten gestiftet, – und die Kanzel stammen vom Wittenberger Bildhauer Lober. Die Kanzel zeigt im Unterbau Wappen von mit Luther verbundenen Städten, am Kanzelkorb die vier Evangelisten mit ihren Symbolen und am Schalldeckel gotisches Maßwerk. Das gegossene eiserne Taufbecken von 1832 wurde von Karl Friedrich Schinkel entworfen.

Weitere Ausstattungsstücke widmen sich dem Gedenken an die Reformation. Wo in anderen Kirchen Statuen von Heiligen an Säulen oder Pfeilern stehen, sind hier vor den Wandpfeilern überlebensgroße Standbilder von neun Repräsentanten der Reformation auf Säulen aufgestellt. Es sind dies Martin Luther, Philipp Melanchthon, Johannes Bugenhagen, Georg Spalatin, Julius Jonas, Johannes Brenz, Urbanus Rhegius, Nikolaus von Amsdorf und Caspar Cruciger. Entworfen wurden sie von Rudolf Siemering und ausgeführt von verschiedenen Bildhauern. Die Empore ist mit Maßwerk und Adelswappen geschmückt. In den Zwickeln befinden sich bronzene Medaillons mit Köpfen bedeutender Persönlichkeiten, die der Reformation nahestanden. Damit wird die Kirche zur Ruhmeshalle der Reformation und ihrer Repräsentanten.[12]

Die Chorfenster, gestaltet nach Motiven aus Holzschnitten von Albrecht Dürer, zeigen die Geburt Christi, die Kreuzigung, die Auferstehung und das Pfingstwunder. In weiteren Fenstern sind Wappen von Städten mit Bedeutung für die Reformation, Daten zur Geschichte der Kirche und Ähnliches dargestellt. Zwei große Radleuchter erhellen die Kirche.

Grabmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wittenberger Schlosskirche enthält die Grabstätten von Angehörigen der sächsischen Herrscherhäuser als auch Vertretern der Reformation und Gelehrten der Wittenberger Universität. Einige Grabstellen sind am Boden gekennzeichnet, für andere zieren eine Reihe von Epitaphen die Wände, die teilweise noch vor dem Brand von 1760 entstanden sind.

Dazu gehören die Grabplatte für Kurfürst Rudolf II. († 1370) und seine zweite Gemahlin Elisabeth († 1773) sowie eine weitere für die Tochter aus erster Ehe, Elisabeth († 1753). Für weitere Herzöge aus dem Geschlecht der Askanier ließ Kaiser Wilhelm II. am westlichen Ende der Kirche 1891 ein Kenotaph errichten.

Vor dem Hauptaltar sind die sächsischen Kurfürsten Friedrich der Weise und Johann der Beständige aus dem Haus der Wettiner beigesetzt. Für beide sind neben dem Hauptaltar zwei noch aus der alten Kirche stammende lebensgroße kniende Figuren in Ritterrüstung aufgestellt. Für beide stehen sich künstlerisch wertvolle Grabplatten aus der Werkstatt von Peter Vischer im Chorraum gegenüber.

Martin Luther ist unterhalb der Kanzel und auf der Gegenseite Philipp Melanchthon beigesetzt. Für Luther existiert ebenfalls eine bronzene Grabtafel. Weitere beigesetzte Wittenberger Persönlichkeiten sind die Mediziner Franziskus Faber, Konrad Viktor Schneider und Abraham Vater, die Theologen Joachim Samuel Weickmann und Johannes Meisner, der Jurist Matthias Wesenbeck sowie der Jurist und Künstler Caspar Ziegler.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ladegast-Orgel mit Gehäuse von 1893

Nach dem Kirchenbrand von 1760 baute Johann Ephraim Hübner im Jahr 1771 eine neue Orgel mit 37 Registern auf zwei Manualen und Pedal. 1863 ersetzte der Orgelbauer Friedrich Ladegast (Weißenfels) das Werk in dem Gehäuse der barocken Vorgängerorgel, das jedoch 1893 gegen ein neugotisches Eichenholz-Gehäuse ausgetauscht wurde. Das Instrument von Ladegast hatte zunächst 39 Register auf drei Manualen und Pedal. 1935 erweiterte die Orgelbaufirma Wilhelm Sauer (Frankfurt [Oder]) die Disposition auf 50 Register und stattete das Instrument mit elektropneumatischen Trakturen aus. In den Jahren 1985 bis 1994 wurde das Instrument durch die Orgelbaufirma Hermann Eule (Bautzen) rekonstruiert und um ein Schwellwerk erweitert, das einige Sauer-Register einbezog. Das Instrument mit insgesamt etwa 3500 Pfeifen verfügt heute über 57 Register auf vier Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch.

I Hauptwerk C–f3
1. Principal 16′
2. Bordun 16′ L
3. Principal 8′ L
4. Hohlflöte 8′ L
5. Gemshorn 8′ L
6. Rohrflöte 8′ L
7. Octave 4′ L
8. Spitzflöte 4′ L
9. Quinte 223 L
10. Octave 2′ L
11. Mixtur IV–V 2′ L
12. Cornett II–IV 2′ L
13. Trompete 8′
II Oberwerk C–f3
14. Liebl. Gedackt 16′
15. Principal 8′
16. Salicional 8′ L
17. Flauto trav. 8′ L
18. Gedackt 8′ L
19. Octave 4′ L
20. Fugara 4′
21. Waldflöte 2′ L
22. Progessio II–IV 2'
23. Hautbois 8′
Tremulant
III Schwellwerk C–f3
24. Viola d’amour 16′
25. Flöten-Principal 8′
26. Gambe 8′
27. Bordun 8′
28. Quintatön 8′
29. Unda maris 8′
30. Salicet 4′
31. Konzertflöte 4′
32. Nasat 223
33. Flautino 2′
34. Terz 135
35. Harmonia aeth. III 2′
36. Mixtur IV–V 113
37. Fagott 16′
38. Trompete 8′
39. Oboe 8′
40. Clarine 4′
Tremulant
IV Echowerk C–f3
41. Viola di Gamba 16′
42. Fugara 8′
43. Flaute amabile 8′
44. Gedackt 8′ L
45. Flauto dolce 4′ L
46. Viola d'amour 4′

Pedal C–f1
47. Untersatz 32′
48. Principalbass 16′
49. Violon 16′
50. Subbass 16′
51. Octavbass 8′
52. Violoncello 8′
53. Bassflöte 8′
54. Quintbass 513
55. Octavbass 4′
56. Posaune 16′
57. Trompete 8′
L = Register von 1863 (Ladegast)

Glocken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Schlosskirchturm befinden sich die drei 1960 vom der Glockengießerei Schilling in Apolda gegossenen Glocken:[13]

Nr.
 
Gussjahr
 
Gießer, Gussort
 
Gewicht (kg)
 
Nominal
 
Inschrift
 
1 1960 Schilling, Apolda 2667 h0 Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht (Jesaja 7,9 LUT)
2 1629 d1 Die völlige Liebe treibt die Furcht aus (1 Joh 4,18 LUT)
3 1126 e1 Seid fröhlich in Hoffnung (Röm 12,12 LUT)

Die Glocken wurden bei den Sanierungsarbeiten restauriert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard Gruhl: Die Schlosskirche in der Lutherstadt Wittenberg (= Große Kunstführer. Bd. 224). Schnell und Steiner, Regensburg 2006, ISBN 978-3-7954-1798-7.
  • Sibylle Harksen: Die Schlosskirche zu Wittenberg (= Kleine Kunstführer. Bd. 1910). 11. Auflage. Schnell & Steiner, München 2003, ISBN 3-7954-5632-0.
  • Silvio Reichelt: Die Schlosskirche – Ein Großprojekt preußisch-deutscher Geschichtspolitik. In: Ders.: Der Erlebnisraum Lutherstadt Wittenberg. Genese, Entwicklung und Bestand eines protestantischen Erinnerungsortes (= Refo500. Bd. 11). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen/Bristol, Conn. 2013, ISBN 978-3-525-55054-0, S. 67–87 (Zugl.: Halle [Saale], Univ., Diss., 2011; Teildigitalisat in der Google-Buchsuche).
  • G. Stiehr: Die Schlosskirche zu Wittenberg. Übersicht ihrer Geschichte bis auf die Gegenwart. Zur Säcularerinnerung an die beiden Jahre 1560 und 1760. Zusammengestellt und im Auftrage des Vereines für Heimatkunde des Kurkreises hrsg. von G. Stier. mit fünf Holzschnitten. Zimmermann, Wittenberg 1860, OCLC 72855650 (Digitalisat); 2., von 1860 bis jetzt fortgeführte Aufl. Zimmermannsche Buchhandlung, Wittenberg 1873, OCLC 246272355.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lutherstadt Wittenberg UNESCO-Welterbe
  2. Heinz Schilling: Martin Luther. Rebell in einer Zeit des Umbruchs. Eine Biographie. Sonderausgabe, C.H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-63741-4, S. 167 f. (EA ebenda 2012; 2., durchges. Aufl. 2013; Rezension, H-Soz-u-Kult).
  3. Daniel Jütte: Thesenanschlag. Schwang Luther 1517 tatsächlich den Hammer? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 16. Juni 2014, abgerufen am 19. August 2016 („Martin Luthers Thesenanschlag von Wittenberg ist sicher der berühmteste, aber längst nicht der einzige: Eine Geschichte des Anschlagens von Zetteln an Kirchen.“).
  4. Website des Evangelischen Predigerseminars Lutherstadt Wittenberg. In: predigerseminar.de, abgerufen am 8. Oktober 2016.
  5. Bilder vom Festakt (Landesarchiv Baden-Württemberg)
  6. Website der Schlosskirchengemeinde Wittenberg. In: kirchenkreis-wittenberg.de, abgerufen am 8. Oktober 2016.
  7. Komplettsanierung der Schlosskirche in Lutherstadt Wittenberg. In: blsa.sachsen-anhalt.de. Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt, abgerufen am 9. Oktober 2016.
  8. Restaurierte Schlosskirche Wittenberg feiert Wiedereröffnung. In: waz.de. WAZ. 2. Oktober 2016, abgerufen am 4. Oktober 2016.
  9. Visit to Wittenberg. In: kongehuset.dk. 20. September 2016, abgerufen am 4. Oktober 2016 (offizielle Website der dänischen Königin; englisch; Zentralmotiv des Antependiums ist die Lutherrose; mit Abbildungen).
  10. Kleiner Kunstführer, S. 14
  11. Zur langwierigen Planung und Ausführung der Tür von 1844 vgl. Witte, S. 15, und Ferdinand v. Quast: Die Türen der Schloßkirche zu Wittenberg. In: Christliches Kunstblatt. 1859 (verzeichnet in der Inhalts-Anzeige 1859. PDF; 94 MB; PDF-S. 3 unter Nr. 3). 49. Erläuterungsbericht v. Quasts zu seinen Entwürfen im GStA Berlin, Rep. 89 H IX Sachsen 5a.
  12. Kleiner Kunstführer, Bd. 1910, S. 16
  13. Bernhard Gruhl: Von den Glocken der Schlosskirche in Wittenberg. In: Heimatkalender 2007. Drei Kastanien, Lutherstadt Wittenberg 2007, S. 142; Wittenberg 1990, OCLC 552588182 (maschinenschr. vervielf.)

Koordinaten: 51° 51′ 58,9″ N, 12° 38′ 16,6″ O