Schluein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schluein
Wappen von Schluein
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden GR
Region: Surselvaw
BFS-Nr.: 3582i1f3f4
Postleitzahl: 7151
Koordinaten: 736767 / 183653Koordinaten: 46° 47′ 24″ N, 9° 13′ 48″ O; CH1903: 736767 / 183653
Höhe: 762 m ü. M.
Fläche: 4,79 km²
Einwohner: 563 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 118 Einw. pro km²
Website: www.schluein.ch
Schluein

Schluein

Karte
Oberalpsee Limmerensee Muttsee Gigerwaldsee Mapraggsee Caumasee Sufnersee Lago di Lei Lago di Montespluga Zervreilasee Lago di Luzzone Lago del Sambuco Lago Ritom Lago di Cadagno Lai da Curnera Lai da Nalps Lai da Sontga Maria Lag da Breil Lag da Pigniu Italien Kanton Glarus Kanton Schwyz Kanton St. Gallen Kanton Tessin Kanton Uri Region Albula Region Viamala Region Imboden Region Landquart Region Maloja Region Moesa Region Plessur Breil/Brigels Disentis/Mustér Medel (Lucmagn) Sumvitg Trun GR Tujetsch Falera Ilanz/Glion Laax Sagogn Schluein Lumnezia Vals GR Vella GR Andiast Obersaxen Mundaun Waltensburg/Vuorz SafientalKarte von Schluein
Über dieses Bild
w

Schluein ( [ʃlu̯ɛɪ̯n]?/i, deutsch und bis 1983 offiziell Schleuis) ist eine politische Gemeinde in der Region Surselva des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten von Blau und Gold; in Blau ein goldener Schlüssel und in Gold ein gestürztes blaues Schwert

Schlüssel und Schwert sind die Attribute der Heiligen Petrus und Paulus. Das Wappen der Herren von Löwenberg, denen die Freiherrschaft Schleuis gehörte, lieferte die Wappenfarben.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das rätoromanisch im Idiom Sursilvan sprechende Dorf liegt 4 km östlich von Ilanz im Vorderrheintal, wenige Kilometer vom bekannten Ferienzentrum FlimsLaax-Falera sowie vom Eingang zur Rheinschlucht (Ruinaulta).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde das Dorf im Jahr 1298 als Sluwen erwähnt. Vom Mittelalter bis 1803 war Schluein unter der Herrschaft derer von Löwenberg. Die Dorfkirche St. Peter und Paul wird erstmals 1321 erwähnt. Westlich des Dorfes stand auf einem Hügel die Burg Löwenberg, von der jedoch nur noch wenige Reste vorhanden sind.

Mühlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mulin Sura

Oberhalb des Dorfes lag die Mulin Sura (obere Mühle). Die kleine Mühle, die zum Stampfen von Gerste und Hirse diente, steht noch; die grosse Kornmühle hingegen ist verschwunden. Von den Kanalleitungen haben sich schwache Spuren erhalten. Die Mulin sut (untere Mühle) lag unterhalb der Landstrasse. Mit einem zusätzlichen Wasserrad wurde seit dem 19. Jahrhundert eine Säge angetrieben, die um 1950 abgebaut wurde. Noch während des Zweiten Weltkriegs waren die Mühlen von Schluein im Rahmen des Plan Wahlens in regem Gebrauch. Nach 1945 mussten die traditionellen Mühlen der modernen Neumühle von Ilanz weichen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Peter[2]

Varia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Neubau der 1889 abgebrannten Burg Löwenberg beherbergte bis 1972 eine Waisenanstalt und dient heute als Durchgangszentrum für Asylbewerber. Dieses war Schauplatz im Film «Canzun Alpina - Stimmen des Herzens», der im September 2008 in die Kinos kam.[3][4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schluein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Katholische Pfarrkirche St. Peter auf www.graubuendenkultur.ch.
  3. Canzun Alpina - Stimmen des Herzens auf der Webseite von srf.ch, abgerufen am 13. Juni 2016
  4. Canzun Alpina – Stimmen des Herzens auf der Webseite von swissfilms.ch, abgerufen am 13. Juni 2016