Schmack Biogas

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Schmack Biogas

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Rechtsform GmbH
Gründung 1995 / 2010
Sitz Allendorf,

DeutschlandDeutschland Deutschland

Leitung Tino Weber (Geschäftsführer)[1]

Manuel Götz (Geschäftsführer)

Branche Biogas
Website www.schmack-biogas.com

Die Schmack Biogas GmbH ist ein deutsches Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche und ein Tochterunternehmen der Viessmann Group. Sie ist ein Nachfolgeunternehmen der börsennotierten Schmack Biogas AG, die nach Insolvenz aufgelöst wurde. Als Komplettanbieter projektiert, errichtet und betreibt Schmack Biogas Biogasanlagen und bietet dafür technischen und mikrobiologischen Service.

Die Firmenzentrale des Unternehmens befindet sich in Schwandorf (Bayern), dem Standort der ehemaligen Schmack Biogas AG; der eingetragene Sitz der GmbH ist Allendorf (Eder).

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Zum Jahresende 2009 beschäftigte das Unternehmen rund 250 Mitarbeiter. Weltweit wurden über 450 Anlagen in 18 Ländern errichtet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen startete 1995 unter der Firmierung "Schmack Biogas GbR" in Regensburg, 1998 zog das Unternehmen nach Burglengenfeld im Landkreis Schwandorf, 2001 erfolgte die Umwandlung in die Schmack Biogas AG, 2003 wurde der Sitz von Burglengenfeld nach Schwandorf verlegt und die mit 1 MWel damals größte Biogasanlage Europas auf Maispflanzen-Basis in St. Veit an der Glan (Österreich) erbaut. 2004 entstand der aus sechs Anlagen bestehende „Biogaspark Austria“ mit einer Gesamtleistung von 2,25 MWel. 2005 wurde die mit 3,2 MW bislang größte Biogasanlage für die Aufwind Schmack GmbH Neue Energien in Hünxe in Betrieb genommen und im Auftrag von E.ON Bayern AG eine Anlage am Schwandorfer Firmensitz errichtet. Im Folgejahr wurden die ersten Biomethan-Anlagen Deutschlands in Kerpen (für die STAWAG) und in Pliening errichtet sowie für den französischen Energiekonzern Dalkia der aus 10 Anlagen bestehende „Biogaspark Altmark“. Außerdem wurde die italienische Tochtergesellschaft Schmack Biogas Srl. in Bozen aus der Taufe gehoben und Ulrich Schmack wurde als Teilnehmer in den sogenannten Energiegipfel der Bundesregierung berufen, der ein nationales energiepolitisches Gesamtkonzept ausarbeiten soll. 2006 ging die Schmack Biogas AG an die Börse.[2] 2007 wurde die Hese Biogas übernommen sowie mit der Regensburger REWAG das Joint Venture RENION gegründet.

Am 20. Oktober 2009 stellte die Schmack Biogas AG einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit. Verhandlungen mit Banken und Investoren zur Rettung der Schmack Biogas-Gruppe zuvor konnten die Insolvenz nicht verhindern.[3] Am 22. Januar 2010 wurde nach Verkauf von Teilen des Geschäfts an die Viessmann Gruppe die Abwicklung der Aktiengesellschaft eingeleitet.[4] Das Restgeschäft wird seitdem in dem Nachfolgeunternehmen Schmack Biogas GmbH unter dem Dach von Viessmann fortgeführt.[5]

Im Mai 2017 kündigte Viessmann an, dass Schmack sich aus dem Markt für den Bau neuer Anlagen zurückziehen wird, um sich auf die Wartung, den Betrieb und die Sanierung bestehender Biogas- und Biomethananlagen sowie auf die Lieferung von Komponenten zu konzentrieren.[6]

Deshalb verkaufte das Unternehmen seine Tochtergesellschaften in den folgenden Monaten. Zuerst wurde die US-Tochter Bioferm Energy Systems verkauft; im Januar 2018 wird durch einen Management-Buyout auch die italienische Tochtergesellschaft verkauft, die den Namen Schmack Biogas beibehielt und alle Planungs- und Bauaktivitäten der Anlagen übernahm.[7] Im Dezember 2018 kam es dann zum Verkauf von Schmack Biogas Komponenten, die unter dem Namen Mebatek GmbH selbständig wurde,[8] und von Carbotech Gas Systems, die von PowerChina übernommen wurde.[9][10]

Aktie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab dem 24. Mai 2006 war die Schmack Biogas AG an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard notiert. Die Schmack-Aktie gehörte zu den ersten, die in dem am 5. Juni 2007 gegründeten Aktienindex ÖkoDAX enthalten waren. Die Börsennotierung endete Ende 2010.[11]

Weitere Gesellschaften der Schmack-Gruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schmack Biogas Service GmbH, Schwandorf
  • Schmack Biogas Komponenten GmbH (ehem.: "Stelzenberger Biogas GmbH"), Kirchweidach (Komponentenhersteller für Biogastechnik: z. B. Rührwerke)
  • Carbotech Gas Systems GmbH, Essen (2006 übernommen; Geschäftsfelder: Prozesse und Technologien zur Erzeugung, Reinigung, sowie Rückgewinnung von technischen und biogenen Gasen; Design, Engineering, Bau und Inbetriebnahme schlüsselfertiger Anlagen)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum
  2. Hoppenstedt Aktienführer 2009, Verlag Hoppenstedt Firmeninformationen, ISBN 978-3-87362-216-6.
  3. DGAP-Adhoc: Schmack Biogas AG stellt Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit
  4. DGAP-Ad-hoc: Schmack Biogas: Umfirmierung in Abwicklungsgesellschaft Biogas I AG
  5. Impressum und rechtliche Hinweise, schmack-biogas.viessmann.com, abgerufen am 6. Juni 2014.
  6. Schmack Biogas: 50 Jobs fallen weg, Mittelbayerische. 3. Mai 2017. Abgerufen im 6. März 2019. 
  7. Il gruppo Viessmann cede Schmack Biogas (it) 2. Februar 2018. Abgerufen am 6. März 2019.
  8. Hier entsteht die neue Internetpräsenz der Mebatek GmbH.. Archiviert vom Original am 1. Februar 2019. Abgerufen am 6. März 2019.
  9. PowerChina buys Carbotech Gas Systems GmbH (en) 4. Januar 2019. Archiviert vom Original am 1. Februar 2019. Abgerufen am 6. März 2019.
  10. 中国电建成功跨国收购德国Carbotech公司-国务院国有资产监督管理委员会 (zh) 26. Dezember 2018. Abgerufen am 6. März 2019.
  11. Abwicklungsgesellschaft Biogas I AG / Delisting (englisch), www.dgap.de, 17. August 2010, abgerufen am 6. Juni 2014.