Schmalenbach (Lehrberg)

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Schmalenbach
Markt Lehrberg
Koordinaten: 49° 19′ 41″ N, 10° 31′ 19″ O
Höhe: 408 m ü. NHN
Einwohner: 30 (31. Dez. 2008)[1]
Postleitzahl: 91611
Vorwahl: 09820

Schmalenbach (umgangssprachlich: Schmalmba [2]) ist ein Ortsteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiler und die Schmalenbacher Mühle liegen an der Fränkischen Rezat. Es münden dort das Erlbächlein, der Weihergraben und ein namenloser Bach als rechte Zuflüsse. Ca. 1 km nordöstlich erhebt sich der Buhlsberg (480 m ü. NN), ca. 1 km westlich liegen die Fluren Heer und Süßfeld.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals namentlich erwähnt wird der Ort in der zweiten Hälfte des 14. Jh.s als Smalembach. Der Ortsname verweist auf die Fränkische Rezat, die in unmittelbarer Nähe zum Ort verläuft.[2]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Schmalenbach 8 Haushalte. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Hofkastenamt Ansbach inne. Alle Anwesen hatten das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 6, Ansbacher Rat: 2) als Grundherrn. Neben den Haushalten gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).[4]

1802 hatte der Ort 10 Haushalte, die alle dem Oberamt Ansbach untertan waren.[5]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schmalenbach dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt Schalkhausen zugeordnet. Mit der Neubildung des Steuerdistrikts Neuses bei Ansbach am 23. Juni 1810 erfolgte der Wechsel dorthin. Es gehörte auch der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Neuses bei Ansbach an.[6] Im Zuge des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Schmalenbach nach Lehrberg umgemeindet. Am 16. August 1840 wurde die Bildung der Ruralgemeinde Zailach genehmigt, zu der auch Schmalenbach gehörte.[7] Im Zuge der Gebietsreform wurde diese am 1. Januar 1972 nach Lehrberg eingemeindet.

Baudenkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ehemalige Mühle, 1688, Fachwerkobergeschoss frühes 19. Jahrhundert

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Lehrberg#Schmalenbach

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002008
Einwohner 59 71 59 75 69 65 70 84 45 43 38 30
Häuser[8] 10 14 10 10 10 10 9 8
Quelle [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [1]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Hürbel am Rangen, Steinersdorf und zur B 13.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b www.lehrberg.de (4 Dez. 2012 15:28:30 UTC) auf archive.is Die Einwohnerzahl sämtlicher Ortsteile entspricht annähernd dem Einwohnerstand der Gesamtgemeinde für den 31. 12. 2008. Die Differenz von 8 Einwohnern erklärt sich durch die Nichtauflistung der selbstständigen Ortsteile Dauers-, Fritz-, See- und Walkmühle.
  2. a b E. Fechter, S. 169.
  3. Schmalenbach im BayernAtlas
  4. M. Jehle, Bd. 2, S. 909.
  5. J. K. Bundschuh, Bd. 5, Sp. 147.
  6. Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle, Bd. 2, S. 961.
  7. M. Jehle, Bd. 2, S. 949.
  8. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  9. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann meherer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 81 (Digitalisat). Schmalenbach: 49 Einwohner, 9 Feuerstellen; Schmahlenbachsmühl: 10 E., 1 F.
  10. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 47 (Digitalisat). Schmalenbach: 55 Einwohner, 13 Häuser; Schmalnbachermühle: 16 E., 1 H.
  11. Joseph Heyberger (Hrsg.): Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabethischem Ortslexikon. Literar.-artist. Anst. der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 987, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  12. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarr-, Schul- u. Postzugehörigkeit. … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt, Sp. 1152, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat). Schmalenbach: 69 Einwohner; Schmalnbachermühle: 6 E.
  13. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1094 (Digitalisat). Schmalenbach: 62 Einwohner, 9 Wohngebäude; Schmalnbachermühle: 7 E., 1 Wgb.
  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1158 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1194 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1032 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 760 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 170 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 328 (Digitalisat).