Schmalziger Samstag

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Mit Schmalziger Samstag bezeichnet man den Samstag vor Aschermittwoch oder auch den Tag nach dem Rußigen Freitag.

Der Begriff wird nahezu ausschließlich in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht (das heißt in Baden-Württemberg und der Schweiz), aber auch im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben verwendet.

Früher waren in der Fastenzeit Eier und Milchprodukte verboten, also mussten diese vor Beginn der Fastenzeit aufgebraucht werden. Am Schmalzigen Samstag geschah dieses durch das Zubereiten von Faschingskrapfen und Schmalznudeln.[1]

Am schmalzigen Samstag mussten jene, die andere am Rußigen Freitag geschwärzt hatten, zur Entschädigung schmalzgebackene Küchle bringen.

Der schmalzige Samstag gilt als ruhigster Tag der Fastnachtswoche. Nur gelegentlich finden schon Karnevalsumzüge statt (Moerser Karneval,[2] Osnabrücker Ossensamstag, Wasunger Karneval),[3] und man bereitet sich auf die Karnevalshöhepunkte der folgenden Tage vor.

In Anlehnung an die auf ihn folgenden Tage (Tulpensonntag, Rosenmontag und Veilchendienstag) wird der Schmalzige Samstag auch als „Nelkensamstag“ bezeichnet.

In weiten Teilen Österreichs[4] wird der Tag als Faschingsamstag angesprochen und mit Umzügen, Bällen und anderen Festveranstaltungen begangen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herkunft laut www.fasching-karneval.net, abgerufen am 20. Februar 2013
  2. Homepage des Kulturausschuß Grafschafter Karneval e.V. Moers, abgerufen am 20. Februar 2013
  3. Homepage der Stadt Wasungen, abgerufen am 20. Februar 2013
  4. Google. Abgerufen am 26. Februar 2017 (österreichisches Deutsch).